Drohnenhersteller Zala wirbt in Dubai für „einsatzeffiziente“ Lancet-Drohnen
Mit 4.000 Angriffsvideos untermauert der russische Drohnenhersteller Zala auf der Dubai Airshow 2025 den Anspruch seines Lancet-E-Verbunds. Gezeigt werden außerdem die T-20 und das System „Geokosmos“.

International viel beachtet wurde der große russische Auftritt auf der Dubai Airshow 2025. Ein Beispiel ist der Drohnenhersteller Zala: Er präsentiert dort unter dem Namen Lancet-E eine Kombination aus Aufklärungs- und Kamikaze-Drohnen und bezeichnet sie als „einsatzeffizient”.
Zur Untermauerung dieser Eigenschaft wurde vergangene Woche das 4.000. Video eines erfolgreichen Angriffs mit einer Lancet online gestellt.
Getroffen werden in den katalogisierten Videos über 1.070 gezogene Geschütze, mehr als 600 selbstfahrende Artilleriegeschütze und über 500 Kampfpanzer, darunter mehr als 60 NATO-Systeme. Hinzu kommen mehr als 400 gepanzerte Mannschaftstransportwagen und Schützenpanzer, über 200 Radar- und Kommunikationsanlagen sowie je über 80 Mehrfachraketenwerfer und Flugabwehrsysteme. Nicht aufgeschlüsselt ist dagegen, wie viele Lancet-Loitering-Munition-Drohnen dafür eingesetzt werden mussten.



Aufklärer Z-16E und zwei Angriffsdrohnen
Für die Aufklärung im Drohnenverbund sorgt eine verbesserte Zala Z-16E. Algorithmen für maschinelles Sehen sollen ihr ermöglichen, Ziele automatisch zu erkennen, zu identifizieren und zu verfolgen. Stabile Kommunikationsverbindungen über bis zu 50 Kilometer soll sie auch unter elektronischen Störmaßnahmen halten. Bis zu 3,5 Stunden beträgt die Flugdauer der aktualisierten Z-16E.
Den Angriffsteil des Trios übernehmen zwei X-Flügel-Drohnen, bezeichnet als Produkt 51E und Produkt 52E. Mit 35 Kilometern Reichweite ist die kleinere Kamikaze-Drohne Produkt 52E unterwegs, die größere Produkt 51E schafft bis zu 45 Kilometer. Je nach Bedarf lassen sich beide Angriffsdrohnen mit verschiedenen Gefechtsköpfen bestücken: einem Hohlladungsgefechtskopf, einer Hohlladung mit Splitterwirkung, einem projektilbildenden oder einem thermobarischen Gefechtskopf.
Nach Berichten russischer Medien wurden die Zala-Drohnen in mehr als zehn Ländern vorgeführt und sollen bei möglichen Kunden auf großes Interesse gestoßen sein.
Drohnenhersteller zeigt auch T-20 und „Geokosmos“
Für die Ebene über dem Lancet-E-Verbund dürfte die erheblich größere Aufklärungsdrohne T-20 gedacht sein. Bis zu sieben Stunden Flugzeit, 500 Kilometer Strecke und die Übertragung von HD-Videos über mehr als 100 Kilometer Distanz werden für sie angegeben.
Daneben stellt Zala in Dubai das System „Geokosmos” vor. Damit soll die Abhängigkeit unbemannter Luftfahrzeuge (UAV) von Satelliten- und Mobilfunkverbindungen grundsätzlich überwunden werden. Auch ohne herkömmliche Kanäle für Kommunikation und Navigation sollen die UAVs so zuverlässig arbeiten können.
Fotocredits
© ZalaWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

