Drohnentests in Rumänien: Armee öffnet Truppenübungsplätze für private Anbieter
Rumäniens Landstreitkräfte laden im September und Oktober Unternehmen auf ihre Schießplätze ein. Bei den Drohnentests sollen vor allem Drohnen und Drohnenabwehrsysteme unter gefechtsnahen Bedingungen erprobt werden – nach amerikanischem Vorbild.

Zu praktischen Drohnentests lädt der Generalstab der rumänischen Landstreitkräfte im September und Oktober kommerzielle Anbieter ein. Wie es in sozialen Medien hieß, dürfen Firmen aus der Privatwirtschaft demnächst militärisches Gerät erproben, insbesondere Drohnen und Drohnenabwehrsysteme. Schauplatz sind die Truppenübungsplätze der Armee.
Welche Technologien gefragt sind, umreißt das rumänische Verteidigungsministerium so:
Die Testaktivitäten konzentrieren sich auf technologische Lösungen mit militärischen Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie: unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs), unbemannte Flugsysteme (UAS), First-Person-View-Drohnen (FPV), Frühwarnsysteme, Softwarelösungen zur Analyse von Sensordaten, elektronische Kampfsysteme und kinetische Gegenmaßnahmen gegen Drohnen— rumänisches Verteidigungsministerium
Drohnentests an drei Standorten
Den Auftakt machen die ersten Tests dieser Art am 5. und 6. September im Getica Joint Training Center in Cincu. Für Ende Oktober sind zwei zusätzliche Testfenster eingeplant: Am 21. und 22. wird am Schießplatz Jigodin in Miercurea Ciuc getestet, am 27. und 28. am Schießplatz Dragoslavele in Argeș. Sollten Bedarf und Interesse bestehen, kann darüber hinaus auch an weiteren Orten getestet und erprobt werden.
Die Testphasen bieten eine einzigartige Gelegenheit, die technologischen Lösungen aus den Portfolios der Wirtschaftsakteure in einem komplexen operativen Rahmen zu erproben, der reale Gefechtsbedingungen widerspiegelt, auch in elektromagnetisch gestörten Umgebungen.— Erklärung des rumänischen Verteidigungsministeriums
Dass Privatwirtschaft und Militär nach dem Beispiel der USA auf diese Weise zusammenarbeiten müssen, hob das Verteidigungsministerium hervor. Das Pentagon hatte kürzlich angekündigt, privaten Rüstungsunternehmen Tests ihrer Ausrüstung auf US-Militärschießplätzen für die Dauer von 30 Tagen zu gestatten. So sollen bestimmte Fähigkeiten leichter überprüft und die Ausrüstungsbestände der US-Armee leichter aufgefüllt werden können.
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