FPV-Drohne Maus: Donaustahl darf in die Ukraine exportieren
Grünes Licht aus Berlin: Das Bundeswirtschaftsministerium hat Donaustahl die Ausfuhr der FPV-Drohne Maus in die Ukraine genehmigt. Als erster Nutzer soll die Drohneneinheit Kraken das modulare System evaluieren.

Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium hat dem Rüstungsunternehmen Donaustahl aus Deutschland genehmigt, seine FPV-Drohne Maus herzustellen und in die Ukraine auszuführen. FPV steht dabei für die Sicht aus der Ich-Perspektive (First-Person View). Bekanntgegeben hat Donaustahl die Ausfuhrgenehmigung auf der eigenen Webseite in einer Kurzmeldung.
Den Anfang macht laut Stefan Thumann, Gründer und Geschäftsführer der Firma, die ukrainische Drohneneinheit Kraken. Auf LinkedIn schrieb er: „Die Maus-Plattform und ihre Applikationen werden durch diese Einheit, als erstes westliches System dieser Klasse, einer umfassenden Evaluierung unterzogen, um ihre Einsatzfähigkeit und Effektivität unter Beweis zu stellen”.
Was die FPV-Drohne leisten soll
Donaustahl bezeichnet Maus als „weltweit erste adaptive Loitering Munition Plattform für Tag- und Nachteinsätze” (IR/thermal). Dem Hersteller zufolge deckt das modulare System drei Angriffsarten ab: gegen Material (Trench Cleaner), gegen Infanterie (30mm VOG/40mm NATO/85mm Sonyashnyk) sowie FPV-Kamikaze-Angriffe, bei denen HEAT-Gefechtsköpfe zum Einsatz kommen.
Die effektive Kampfreichweite gibt Donaustahl mit fünf bis sieben Kilometer an, die maximale Nutzlast mit 2,7 Kilogramm und die Steigleistung mit 18 bis 22 Meter pro Sekunde – damit sei Maus „eine effektive Allroundlösung”. Dank eines Schnell-Klick-Systems lassen sich die Wirkmittel binnen weniger Sekunden tauschen. Derzeit laufen außerdem „vielversprechende Experimente”, um KI-gestützte Erkennungssoftware zu integrieren.
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