FPV-Drohnen für die Ukraine: Deutschland bezahlt 50.000 Shrike von Skyfall
Rund 90 Millionen Euro fließen aus Deutschland in 50.000 FPV-Drohnen für die Ukraine. Geliefert wird das Modell Shrike von Skyfall, ausgestattet mit Auterion-Software zur automatischen Zielverfolgung.

Für 50.000 Kampfdrohnen mit Sicht aus der Ich-Perspektive (FPV, First-Person View), die an die Ukraine gehen, kommt Deutschland finanziell auf. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte das Lorenz Meier, Chef von Auterion, einem US-Unternehmen für Rüstungssoftware. Beschafft wird das Modell Shrike, hergestellt vom ukrainischen Unternehmen Skyfall. Rund 90 Millionen Euro beträgt der Wert des Auftrags. Ausgerüstet sind die FPV-Drohnen mit einer Auterion-Software, die Ziele automatisch verfolgt.
Für Aufsehen in der Branche sorgte Skyfall zuletzt mit der Shrike 10 Fiber: Sie belegte im Drone Dominance Competition der US Army mit 99,3 von 100 möglichen Punkten Platz eins.

Schauplatz der Tests war Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia. Dort bewerteten Angehörige der US Army jedes System in Szenarien, die reale Kampfbedingungen nachbildeten. Vor den sogenannten Gauntlet-Missionen bekamen die Piloten nur zwei Stunden Einweisung in das System und weniger als zehn Minuten Flugtraining. Mit der Shrike 10 Fiber absolvierten fünf verschiedene Piloten jede einzelne Gauntlet-Mission erfolgreich.
Skyfall: der Hersteller hinter den Shrike-FPV-Drohnen
Hinter Skyfall steht ein ukrainisches Technologie- und Verteidigungsunternehmen. Es verfügt über umfangreiche Kapazitäten in Forschung und Entwicklung und betreibt groß angelegte Produktionslinien für unbemannte Systeme.

Aus eigener Entwicklung und Fertigung stammen die schwere Bomberdrohne Vampire sowie die Shrike-Familie, Mehrzweck-FPV-Kamikaze-Drohnen in verschiedenen Konfigurationen. Hinzu kommt der Abfangjäger P1 Sun: Gegen Shahed-Drohnen und andere Bedrohungen aus der Luft ist er aktiv im Einsatz und hat sich dabei als besonders effektiv erwiesen.
Zum Unternehmen gehört außerdem die Skyfall Academy. Mehr als 20.000 Piloten, Techniker und Ausbilder haben dort bereits gelernt, die unbemannten Systeme zu betreiben und zu warten.

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