FPV-Drohnen mit Rekordreichweite: Ukrainische Phoenix-Einheit trifft Ziele in über 100 Kilometern Entfernung
Zwei Tage, zwei Bestmarken: Ende Mai flogen Piloten der Grenzschutzeinheit „Phoenix” aus der Oblast Luhansk mit FPV-Drohnen 102 und 103 Kilometer weit. Nach eigener Einschätzung ist das Limit damit noch nicht erreicht.

Drohnen mit Sicht aus der Ich-Perspektive (FPV, First-Person View) aus der Ukraine haben Ende Mai wieder neue Bestmarken bei der Reichweite gesetzt: Die FPV-Drohnen legten 102 beziehungsweise 103 Kilometer zurück und trafen in der Region Donezk ihre Ziele. Geflogen wurden beide Rekordmissionen von Piloten der „Phoenix”-Einheit, die Teil der Grenzschutztruppe der Oblast Luhansk in der Ukraine ist.
Nach Angaben des Pressediensts im Hauptquartier der Phoenix UAS hat „der Pilot der Phoenix-Grenzschutzeinheit mit einer gewöhnlichen FPV-Drohne eine Strecke von 103 Kilometern zurückgelegt und griff feindliche Nachschublinien an. Ein Militärlastwagen wurde getroffen”.
Datiert ist dieser Rekordflug auf den 27. Mai. Bereits am Vortag hatte die Phoenix-Einheit mit 102 Kilometern eine Bestmarke gesetzt.
Wovon die Reichweite der FPV-Drohnen abhängt
„Dieses Ergebnis konnten wir dank mehrerer Faktoren erzielen. An erster Stelle steht das Können des Piloten selbst. Zweitens die Verbesserung unserer Drohnenflotte durch die Ausstattung mit fortschrittlichen Technologien. Erwähnenswert ist natürlich auch der Ingenieurservice von Phoenix, da jede Drohne deren Arbeit durchläuft und ihren Einsatzbedingungen entsprechend optimiert wird.”
„Was wir bisher demonstriert haben, ist noch nicht das Limit. Phoenix-Piloten sind in der Lage, noch tiefer in das feindliche Hinterland vorzudringen. Doch jede derartige Operation hängt von einer Reihe von Faktoren ab wie Wetterbedingungen, die individuelle Erfahrung und das Können des FPV-Drohnenpiloten, die Fähigkeiten und Kenntnisse des zweiten Piloten, der für die Signalweiterleitung zuständig ist, und der Standort, von dem aus die Drohnen gesteuert werden”— Phoenix-Einheit
Bei Langstreckenflügen dieser Art zählen Ausdauer und Können der Operatoren, außerdem Batterien, deren Leistungszellen hochwertig sind, Funkempfänger, die verbessert und auf spezielle Frequenzen ausgelegt sind, und ebenso verbesserte Kameras und Videosender. Die eingesetzten Drohnen erhielt die Phoenix-Grenzschutzeinheit von der Sternenko Community Charitable Foundation.
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