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Unmanned Systems / Aerial Drones

Kampfdrohne Bayraktar TB3 trifft Seeziel mit Überschallrakete IHA-122

Ein Seeziel in über 50 Kilometern Entfernung, getroffen beim ersten Versuch: Baykars Kampfdrohne TB3 hat die neue Roketsan-Überschallrakete erprobt. Parallel vertieft Baykar die Zusammenarbeit mit Leonardo.

Bayraktar TB3 mit IHA-122-Überschallrakete
© Baykar

Im November 2024 ist die Bayraktar TB3 als erstes unbemanntes Kampfflugzeug (UCAV, Unmanned Combat Aerial Vehicle) auf einem Schiff mit kurzem Flugdeck erfolgreich gestartet und wieder gelandet. Seither kommt die von Baykar entwickelte Kampfdrohne bei der Integration von Waffen und Nutzlasten deutlich voran.

Jetzt ist mit einem gelungenen Schusstest ein Meilenstein erreicht: Vor wenigen Tagen hob der Erprobungsträger PT3 vom Flugplatz Dalaman in der Provinz Muğla ab, bewaffnet mit einer neuen Überschallrakete vom Typ IHA-122 aus der Entwicklung von Roketsan, um ein Seeziel zu bekämpfen. Schon beim ersten Versuch traf die Bayraktar TB3 das schwimmende, 6 × 6 Meter große Ziel aus mehr als 50 Kilometern Entfernung präzise.

Bayraktar TB3
© Baykar
Bayraktar TB3
© Baykar
Bayraktar TB3
Bayraktar TB3 · © Baykar
Bayraktar TB3
Bayraktar TB3 · © Baykar

Unterstützt wurde der Angriff von einer Bayraktar TB2, die das Ziel aus der Luft per Laser markierte. Die so beleuchtete Position bekämpfte danach die TB3 erfolgreich. Einer offiziellen Mitteilung zufolge zeigte der Test „die koordinierte Einsatzfähigkeit zweier luftgestützter UCAV bei Zielaufklärung und -bekämpfung”.

Kampfdrohne im Entwicklungsplan, Allianz mit Leonardo

Nach Angaben von Baykar wird die Integration von Waffen und Nutzlasten in die TB3 wie im Entwicklungsplan vorgesehen fortgesetzt. Bereits zuvor war ein Test mit der präzisionsgelenkten MAM-T-Bombe erfolgreich abgeschlossen worden, bei dem das Ziel punktgenau getroffen wurde.

Neben der technischen Erprobung kommt auch die internationale Kooperation voran: In Rom unterzeichneten Baykar und Leonardo am 6. März ein Memorandum of Understanding (MoU), um gemeinsam unbemannte Technologien zu entwickeln. Die beiden Unternehmen wollen damit nach eigenen Angaben „Baykars Expertise in den Bereichen UCAV und künstliche Intelligenz mit Leonardos Stärken in Missionssystemen, Nutzlastintegration und Zertifizierung zu vereinen”.

Auch Raumfahrttechnologien soll die Partnerschaft umfassen. Mit der strategischen Allianz wollen Baykar und Leonardo Verteidigungslücken schließen und technologische Innovationen in der modernen Kriegsführung voranbringen.

Fotocredits

© Baykar
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