Loitering Munition: Generalinspekteur Breuer will die Bundeswehr noch dieses Jahr schießen lassen
Carsten Breuer drängt auf maximale Beschleunigung: Systeme von Helsing und Stark stehen offenbar zur Auswahl, zunächst zu Testzwecken. Die Loitering Munition soll eine Fähigkeitslücke der deutschen Streitkräfte schließen.

Beim Einführen sogenannter Kamikazedrohnen soll die Bundeswehr nach dem Willen ihres Generalinspekteurs Carsten Breuer schneller vorankommen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: „Wir wollen noch in diesem Jahr mit Loitering Munition in der Truppe schießen”.
Wenige Tage ist es her, dass die Bundeswehr Pläne zur Beschaffung von Loitering Munition vorgestellt hat. Sie reagiert damit auf den Drohnenkrieg, der in der Ukraine andauert. Medien zufolge will sie vorerst bei wenigstens zwei Anbietern Systeme für Tests kaufen. Ob danach großflächig beschafft wird, soll von den Rückmeldungen abhängen.
Loitering Munition für Heer, Luftwaffe und Marine
Breuer begründete den Schritt so: „Die Beschaffung schließt eine Lücke in den Fähigkeiten der deutschen Streitkräfte. Durch den Einsatz gewinnt die Bundeswehr die Flexibilität zurück, die in einem Gefecht entscheidend ist. Wir setzen daher hier auf maximale Beschleunigung, weil wir es ob der Bedrohungslage müssen.”
Und weiter: „Unbemannte Waffensysteme und Loitering Munition werden in den kommenden Jahren flächendeckend in Heer, Luftwaffe und Marine eingesetzt werden. Sie sind eine unverzichtbare Ergänzung unserer Fähigkeiten”, sagte der Generalinspekteur.
Helsing und Stark sind offenbar die beiden Firmen, deren Systeme zur Wahl stehen.
Fotocredits
© Bundeswehr/KraatzWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

