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Unmanned Systems / Aerial Drones

Loitering Munition von KNDS: Mataris-Familie mit vier Systemen für Kurz- und Mittelstrecke

Vier Systeme, ein Name: Unter Mataris bündelt KNDS France gemeinsam mit Delair und EOS Technologie seine Loitering Munition. Ein Modell fliegt bereits in der Ukraine, ein zweites steht vor der Einführung in Frankreich, ein drittes soll bis Jahresende reifen.

Mataris: KNDS launcht Loitering Munition
© KNDS

Eine komplette Produktreihe für Loitering Munition hat KNDS France ab sofort im Angebot. Die vier Loitering Munitions-Systeme (LMS) entstanden in Zusammenarbeit mit Delair und EOS Technologie und tragen den gemeinsamen Namen Mataris. Ausgelegt sind sie auf unterschiedliche operative Anforderungen auf kurze und mittlere Distanzen.

Eines dieser LMS wird schon in der Ukraine eingesetzt, ein anderes soll in Kürze bei den französischen Streitkräften in Dienst gestellt werden.

Bis Ende dieses Jahres will KNDS zudem das LMS für mittlere Reichweiten weiterentwickeln. Grundlage dafür sind Plattformen, deren Auslieferung an alle drei Teilstreitkräfte der französischen Armee ab sofort beginnen soll.

Loitering Munition schon im Einsatz – in Frankreich und der Ukraine

Vier Typen ferngesteuerter Munition bilden die Mataris-Reihe. Jeder davon trägt einen eigens von KNDS entwickelten Sprengkopf:

  • MT-10 – Drehflügler, Reichweite zehn Kilometer
  • MX-10 Damocles – Quadrocopter, Reichweite ebenfalls zehn Kilometer
  • MV-25 Oskar – Starrflügler, Reichweite 25 Kilometer
  • MV-100 Veloce 330 – Starrflügler, Reichweite 100 Kilometer

Ziel der in kurzer Zeit entwickelten Palette ist es, eine Lücke im Arsenal des französischen Militärs zu schließen.

Ab Juli übernimmt die französische Armee das System MX-10 Damocles. Entwickelt, sicherheitstechnisch qualifiziert und gefertigt wurde es in nur zwölf Monaten – die Antwort auf das LMS-Kurzstreckenprogramm des französischen Verteidigungsministeriums. Den Quadrocopter-Flügel liefert Delair, das Splitter-Brandgeschoss stammt von KNDS Ammo France. Bekämpfen kann der MX-10 Infanteriegruppen, ungepanzerte und sogar leicht gepanzerte Fahrzeuge.

Auch die MV-25 Oskar hat sich bereits im Einsatz bewährt: Von den ersten Entwicklungsschritten bis zur Verwendung in der Ukraine dauerte es nur zwei Jahre. Das System wurde im Rahmen des COLIBRI-Projekts ausgewählt, das die französische Agentur für Verteidigungsinnovation (AID) 2022 gestartet hatte. Im Juni 2024 folgte der Test der MV-25 OSKAR mit scharfem Sprengkopf. Die ukrainischen Streitkräfte gaben dem System gute Rückmeldungen.

Mit EOS Technologie zur Mittelstrecken-MTO

Gegen Bedrohungen auf mittlere und lange Sicht setzt KNDS auf die Partnerschaft mit EOS Technologie. Deren Plattform Veloce 330 erreicht 100 Kilometer Reichweite, fliegt schneller als 400 km/h und weist eine aerodynamische Effizienz von 30 auf. Für sie hat KNDS Ammo France einen Panzerabwehrsprengkopf mit 2,5 Kilogramm Gewicht entwickelt, der auf der Bonus-Geschosstechnologie beruht. Hochwertige gepanzerte Ziele kann diese MTO damit neutralisieren. Noch vor Jahresende ist ein operativer Detonationstest vorgesehen.

Mataris lässt sich einfach bedienen, ist dank einer elektronischen Sicherheitsvorrichtung sicher und kann eine Vielzahl unterschiedlicher Ziele bekämpfen. KNDS präsentiert damit seine jüngste Entwicklung auf dem Feld der ferngesteuerten Munition. Gemeinsam mit den französischen Partnern Delair und EOS Technologie ist KNDS außerdem der erste französische Konzern, der eine so umfassende Lösung anbietet.

Fotocredits

© KNDS
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