Loitering Munition Virtus: TDW und Stark entwickeln gemeinsam Hohlladungs-Gefechtsköpfe
Ein am 30. Juli unterzeichneter Vertrag verbindet TDW und Stark: Für die Loitering Munition Virtus entstehen bis 2027 panzerbrechende Gefechtsköpfe, ab 2027 sollen bei Bedarf tausende Einheiten rasch lieferbar sein.

Für die Loitering Munition Virtus, die Stark entwickelt hat, sollen künftig hochleistungsfähige Hohlladungs-Gefechtskopfsysteme entstehen – gemeinsam mit der TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme mbH. Einen Vertrag über diese Entwicklung haben TDW und der Hersteller von Loitering Munition am 30. Juli unterzeichnet.
Andreas Seitz, Geschäftsführer von TDW, erklärt dazu: „Mit dieser Partnerschaft setzen wir neue Maßstäbe in der Entwicklung und Produktion hochmoderner Gefechtskopfsysteme für Loitering Munition”. Und weiter: „TDW bietet einen gestuften Entwicklungsplan, der eine schnelle Lieferung an die Bundeswehr ermöglicht. Die Gefechtskopfsysteme von TDW für Loitering Munition ist auf eine kosteneffiziente, tausendfache Produktion ausgelegt.”
Was die Loitering Munition Virtus leistet
Bis zu 100 Kilometer weit reicht die Virtus von Stark; konzipiert ist sie für die präzise Bekämpfung hochwertiger Ziele auf dem Gefechtsfeld. In unter zehn Minuten ist das System einsatzbereit. Dank seiner Vertical-Take-off-and-Landing-Fähigkeit (eVTOL) kann es auf nahezu jedem Gelände senkrecht starten und landen.
Seitens Stark ergänzt Vorstandsmitglied André Schneider: „Die Kombination unserer Loitering Munition und den fortschrittlichen Gefechtsköpfen von TDW hebt die Einsatzfähigkeit und Schlagkraft unserer Systeme auf ein neues Niveau”. Zudem gelte: „Die Kooperation unterstreicht die Innovationskraft und das Engagement beider Unternehmen, die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr und der NATO durch technologisch führende und effiziente Lösungen zu stärken.”
Valkyrie als Basis, Auslieferung ab 2027
Konkret ist vereinbart, bis 2027 ein panzerbrechendes Hohlladungs-Gefechtskopfsystem mit optionalem Splittermantel zu entwickeln, das eigens für die Virtus von Stark angepasst und zertifiziert wird. Grundlage dafür ist die neue TDW-Linie Valkyrie. Laut TDW zeichnet sich dieses System „durch höchste Durchschlagskraft” aus und ist „auf die Anforderungen moderner Gefechtsszenarien zugeschnitten”.
Damit ab 2027 ausgeliefert werden kann, investiert Stark signifikant in Rohmaterialien und Komponenten mit langen Lieferzeiten. Einer aktuellen Aussendung zufolge schafft die Kooperation der beiden Unternehmen die Voraussetzungen, um ab 2027 bei Bedarf tausende Loitering Munition schnell liefern zu können. „Diese strategische Materialbevorratung verkürzt die Lieferzeiten erheblich und sichert die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.”
Darüber hinaus umfasst der Vertrag ein Tandemgefechtskopfsystem, das maximale Leistung gegen reaktive Panzerungen bringen soll. Bei diesem System kann der Nutzer vor Missionsbeginn flexibel festlegen, wann der Gefechtskopf detoniert – was die Einsatzflexibilität erheblich erhöht.
Hinzu kommt ein eigens entwickelter, kostenoptimierter Zünder, der sich querschnittlich in allen Loitering-Munition-Systemen von Stark verwenden lassen wird. Für künftige Systeme verkürzen sich dadurch Entwicklungszeiten und sinken die Kosten, zugleich wird die Produktion effizienter.
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