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Unmanned Systems / Aerial Drones

Quantum Systems steigt mit Pulse P19 in mittelgroße Luftplattformen ein – Premiere auf der ILA Berlin 2026

Im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt Quantum Systems sein erstes optional bemanntes Luftfahrzeug. Pulse P19 ist die Antwort des Herstellers auf die Verwundbarkeit klassischer MALE- und LALE-Drohnen in aktuellen Konflikten.

MALE drone
© Quantum Systems

Auf der ILA Berlin 2026 zeigt Quantum Systems mit Pulse P19 eine Luftplattform, die bewusst auf Lehren aus aktuellen Konflikten eingeht. Entwickelt wurde das System in Deutschland. Es vereint hohe Geschwindigkeit, große Reichweite und vielseitige Verwendbarkeit und lässt sich wahlweise bemannt oder unbemannt fliegen.

Präsentiert wird die Plattform im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz. Für das bayerische Unternehmen bedeutet sie den Eintritt in das Segment der mittelgroßen Luftplattformen; zugleich nimmt Quantum Systems damit erstmals ein sogenanntes optional bemanntes Luftfahrzeug ins Portfolio auf.

Warum Quantum Systems auf ein optional bemanntes Konzept setzt

Ausgangspunkt sind die wachsenden Schwachstellen klassischer MALE- und LALE-Drohnen (Medium beziehungsweise Low Altitude Long Endurance, also mittlere bzw. niedrige Flughöhe bei langer Flugdauer). In der Ukraine und in anderen Konflikten wurden sie immer häufiger zur leichten Beute moderner Systeme der Luftverteidigung und Drohnenabwehr. Begegnen soll Pulse P19 dem mit mehr Tempo, mehr Flexibilität, integrierten Fähigkeiten zur Drohnenabwehr (Counter-UAS) und hoher Nutzlastkapazität.

Vorgesehen ist die Plattform für Aufklärung und Überwachung (ISR), für Ausbildungszwecke und für Aufgaben der Drohnenabwehr. Als Baustein des Mosaic UXS-Ökosystems von Quantum Systems kann sie außerdem nahtlos mit Systemen in der Luft und am Boden vernetzt werden. Möglich werden so etwa Manned-Unmanned Teaming, Recce-Strike-Missionen oder die rasche Integration zusätzlicher Fähigkeiten.

Florian Seibel, Co-CEO und Mitgründer von Quantum Systems, sieht darin eine Konsequenz aus aktuellen Kriegserfahrungen: „Der Wandel moderner Kriegsführung hat die Grenzen klassischer MALE-Drohnen deutlich aufgezeigt”. Er ergänzt: „Streitkräfte benötigen heute Fähigkeiten, die schneller, kosteneffizienter und skalierbarer sind, um mit neuen Bedrohungen Schritt halten zu können. Genau für diese Anforderungen wurde die Pulse P19 entwickelt.”

Den innovativen Ansatz hebt auch Chefingenieur Lars Peter hervor: „Anstatt uns zwischen einem bemannten Flugzeug und einem unbemannten System zu entscheiden, haben wir eine Plattform entwickelt, die beide Welten vereint. Das Ergebnis ist ein Luftfahrzeug, das Geschwindigkeit, Ausdauer und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet und gleichzeitig einen klaren Entwicklungspfad hin zu höherer Autonomie eröffnet.”

Laut einer aktuellen Aussendung führt das Unternehmen mit Pulse P19 seine Entwicklung vom Drohnenhersteller hin zum Anbieter vernetzter Operationsökosysteme weiter. Zugleich unterstreiche die Plattform, dass Quantum Systems beim Aufbau souveräner europäischer Fähigkeiten in Luftverteidigung und Aufklärung eine zentrale Rolle beanspruche.

Fotocredits

© Quantum Systems
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