Unbemannte Systeme auf See: NATO-Übung vor Portugal erprobt Drohnen in der Luft, auf und unter Wasser
32 Länder, mehr als 260 Systeme, zwei Wochen Erprobung: Vor Portugal hat die niederländische Marine mit ihren Partnern unbemannte Systeme getestet. Im Fokus standen Schwarmtechnologien, Drohnenabwehr und Minenabwehr.

Vor der Küste Portugals hat die niederländische Marine zusammen mit 31 weiteren Staaten unbemannte Systeme getestet: Drohnen in der Luft, auf dem Wasser und unter Wasser. Mit der NATO-Übung sollten neue Technologien für Aufklärung und Minenabwehr sowie für den Schutz vor Drohnenschwärmen erprobt werden.
Geprobt wurde der Einsatz unbemannter Systeme dabei in großem Stil: Zwei Wochen lang testeten die 32 beteiligten Länder Drohnen in der Luft, auf dem Wasser und unter der Oberfläche. Schwerpunkte waren Schwarmtechnologien, Abwehrsysteme und Verfahren, um jenseits des Horizonts aufzuklären.
Mit dabei war etwa das amphibische Transportschiff „Zr. Ms. Johan de Witt”, auf dem unterschiedliche Techniken gegen Drohnenangriffe erprobt wurden. Zeitgleich setzte die Minenabwehrgruppe Unterwasserroboter ein, die den Meeresboden kartierten und Übungsminen identifizierten.
In Summe waren mehr als 260 Systeme und Technologien von 19 Kriegsschiffen aus 22 NATO-Staaten im Einsatz. Zu den Organisatoren zählten die Standing NATO Maritime Group 1, einer der vier ständig einsatzbereiten Flottenverbände der Allianz, und die auf Minenabwehr spezialisierte SNMCMG2.
Unbemannte Systeme in der Flottenstruktur
Viele Marinen sehen in unbemannten Systemen eine Schlüsseltechnologie für künftige Konflikte, die sowohl offensiv als auch defensiv genutzt werden soll. Mit Tests wie diesem will die NATO klären, wie sich Drohnen in die bestehende Flottenstruktur einfügen lassen, welche Software es dafür braucht und in welchem Ausmaß Angriffe mit autonomen Systemen abgewehrt werden können.
Nach Einschätzung von Experten könnten Drohnenschwärme auf und unter dem Wasser die Kriegsführung auf See grundlegend verändern.
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