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Unmanned Systems / Aerial Drones

Unbemannte Systeme im Verbund: Six Robotics und Stark vereinbaren Recce-Strike-Partnerschaft

Norwegische Schwarmsoftware trifft auf die Loitering Munition von Stark: Per Absichtserklärung sollen unbemannte Systeme beider Firmen künftig gemeinsam Recce-Strike-Missionen ausführen. Eine erste Integrationsphase ist bereits erprobt.

Stark Virtus System
© Stark Defence

Eine Absichtserklärung (MoU) zur Verknüpfung ihrer Systeme für gemeinsame Recce-Strike-Einsätze haben Stark und Six Robotics unterzeichnet. Das norwegische Unternehmen entwickelt Autonomie- und Schwarmsoftware für unbemannte Systeme.

Recce-Strike bedeutet, dass Drohnen für Aufklärung und Überwachung (ISR) ihre Daten unmittelbar an Loitering Munition weitergeben, die den Angriff ausführt. Weil beide Systemtypen abgestimmt zusammenwirken, wird der Sensor-to-Shooter-Loop deutlich kürzer. Von der Aufklärung über die Zielidentifizierung und den Angriff bis zum Battle Damage Assessment vergehen so nur wenige Minuten – auch wenn Elektronischer Kampf wirkt. Eine erste Integrationsphase haben die Partner bereits mit Erfolg getestet.

Für Six Robotics wächst damit das Netz an Partnern; Stark wiederum geht seine erste skandinavische Fähigkeitspartnerschaft ein, seit das Unternehmen vor Kurzem ein Büro in Schweden eröffnet hat. Zugleich zeigt die Vereinbarung, wie die deutsch-norwegische Rüstungskooperation unter dem bilateralen Hansa-Abkommen konkret aussieht, das am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz unterzeichnet worden war.

Unbemannte Systeme als gemeinsame Mission

Sind die beiden Systeme integriert, können Streitkräfte Recce-Strike-Missionen koordiniert ausführen. Die Zusammenarbeit zeigt außerdem, welche Rolle die Modular Open Source Architecture (MOSA) spielt: Mit ihr lassen sich Fähigkeiten über Systeme, Hersteller und Landesgrenzen hinweg zusammenführen.

Diese Partnerschaft steht für einen Wandel in der Art und Weise, wie Verteidigungsfähigkeiten aufgebaut und eingesetzt werden. Der entscheidende Vorteil auf dem modernen Gefechtsfeld liegt in der software-basierten Interoperabilität. Hier agieren autonome Systeme verschiedener Nationen und Anbieter als eine einheitliche Streitkraft. Durch die Integration von Virtus in unsere Autonomieplattform ermöglichen wir es den Anwendern, gemeinsame Missionen in einer kohärenten Missionsumgebung zu planen und durchzuführen. Gemeinsam mit Stark stützen wir eine resiliente europäische Verteidigungsarchitektur, die die Einsatzbereitschaft der NATO verbessert und operative Wirkung in entscheidenden Momenten zeigt.— Christian Fredrik Eggesbø, Gründer und CEO von Six Robotics
Diese Partnerschaft stellt die Umsetzung europäischer Innovation dar, um der Dringlichkeit moderner Konflikte gerecht zu werden. Wir bündeln die Kräfte der besten Scale-ups in Norwegen und Deutschland. Durch die Integration unserer Systeme schaffen wir eine souveräne, interoperable europäische Lösung, die zur glaubwürdigen industriellen Abschreckung in Nordeuropa beiträgt. Gemeinsam werden wir modernste, auf die Anwender zugeschnittene Fähigkeiten liefern.— Johannes Arlt, Managing Director Nordics bei Stark

Fotocredits

© Stark Defence
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