Unterwasserdrohne Sea Trident: Global Mark aus der Ukraine zeigt die „Zukunft“ der Krim-Brücke
Zehn Tonnen schwer, bis zu 2.000 Seemeilen Reichweite und bis zu 1.000 Kilogramm Nutzlast: Mit dem Sea Trident präsentiert ein ukrainischer Hersteller in Paris eine Unterwasserdrohne, die für Angriffe ebenso gedacht ist wie für Aufklärung und Logistik im Schwarzen Meer.

Eine neue Unterwasserdrohne aus der Ukraine war auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris zu sehen: Das Unternehmen Global Mark stellte dort den Sea Trident vor, ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug (USV/UUV). Bei strategischen Operationen im Schwarzen Meer könnte es künftig eine wichtige Rolle übernehmen. In einer einzigen Plattform verbindet das System große Reichweite, hohe Nutzlast und die Fähigkeit zum autonomen Einsatz.
Der Sea Trident wiegt rund zehn Tonnen, kommt bis zu 2.000 Seemeilen (rund 3.700 Kilometer) weit und nimmt bis zu 1.000 Kilogramm Nutzlast auf. Damit ist er für ein breites Spektrum an Aufgaben ausgelegt: Angriffe auf hochwertige Ziele auf See und in der Infrastruktur, die Bekämpfung gegnerischer Unterwasserdrohnen, Aufklärungsmissionen und logistische Einsätze.
Unter Wasser fährt die Drohne mit bis zu 10 Knoten (18,5 km/h), die maximale Einsatztiefe liegt bei 60 Metern. Eine geringe Signatur und moderne Navigationssysteme sollen den autonomen Einsatz auch über große Entfernungen ermöglichen.
Unterwasserdrohne für Angriff und Logistik
Hervorzuheben ist, dass sich militärische Schlagkraft und logistische Flexibilität hier verbinden. So kann der Sea Trident nicht nur klassische Angriffsmissionen durchführen, sondern auch Material, Ausrüstung oder Versorgungsgüter in schwer erreichbare Gebiete bringen.
Angesichts der ukrainischen Angriffe auf russische Marineeinheiten und kritische Infrastruktur im Schwarzen Meer dürfte das Interesse vor allem verdeckten Operationen gegen strategische Ziele gelten. Weil große Reichweite und hohe Sprenglast zusammenkommen, wird zudem darüber spekuliert, ob das System künftig gegen besonders geschützte Infrastrukturprojekte eingesetzt werden könnte.
Einmal mehr unterstreicht die Ukraine mit dem Sea Trident ihre Rolle als Innovationstreiber bei unbemannten Systemen. Zugleich wird deutlich, dass der technologische Wettlauf längst nicht mehr nur über der Wasseroberfläche ausgetragen wird, sondern immer stärker auch darunter.
Fotocredits
© Unmanned Magazine/RosenkranzWeiterlesen

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