Unterwasserdrohnen vor Nuuk: Dänemark und Kanada erproben Systeme im arktischen Wasser
Statt in heimischen Gewässern hat Dänemarks Marine ihre Unterwasserdrohnen vor Grönland erprobt – mit Kanada als Partner. Ziel sind Fähigkeiten für die Meeresbodenüberwachung und für das Absichern kritischer Infrastruktur.

Unterwasserdrohnen hat die Marine Dänemarks zusammen mit Kanada vor Grönland erprobt – in Gewässern, die kalt und tief sind. Ausbauen will sie damit ihre Fähigkeiten in der Meeresbodenüberwachung und beim Absichern kritischer Infrastruktur.
Getestet wurde vor Nuuk, und das ist deutlich anders als ein Einsatz in dänischen Gewässern: Temperaturen und Bedingungen sind in der Arktis andere. Es kam daher vor allem darauf an, die Systeme unter Extrembedingungen zu prüfen, die der Realität entsprechen.
„Wir wollen uns und die Drohnen in Grönland herausfordern, wo sowohl die Systeme als auch wir unsere Komfortzone verlassen. Jetzt testen wir, was wir mit den Drohnen in den kalten, tiefen Gewässern Grönlands leisten können”— Jan Stripp, Leiter der Abteilung Subsurface & Seabed Warfare der dänischen Marine
Unterwasserdrohnen im Vergleich bei „Arctic Endurance”
Die Erprobung gehört zu den verstärkten Aktivitäten von „Arctic Endurance”, Partner ist dabei das Arctic Command. Ein weiteres Ziel: verschiedene Drohnentypen miteinander vergleichen.

„Wir müssen besser darin werden, die Drohnen einzusetzen – aber auch ihre Grenzen unter anderen Bedingungen zu erkennen. Wir haben verschiedene Typen und müssen herausfinden, welche sich in den kalten und klaren Gewässern rund um Grönland am besten eignen”— Jan Stripp
Eine Schlüsselrolle spielt die Kooperation mit Kanada. Taucher und Drohnenbediener trainieren schon seit Jahren gemeinsam.
„Wir profitieren stark von dieser Zusammenarbeit, weil unser Setup mobil ist. Wir müssen von unterschiedlichen Plattformen wie Schiffen aus operieren können und trainieren deshalb unter realistischen Bedingungen”— Jan Stripp
„Die Kanadier nutzen zudem andere Drohnen und Verfahren – wir können viel voneinander lernen.”— Jan Stripp
Auch auf kanadischer Seite wird der Mehrwert hervorgehoben – von Lieutenant-Commander Greg Richards für die kanadische Marine.
„Die Möglichkeit, diese Tests zu beobachten, gibt der Royal Canadian Navy Einblicke in die Leistungsfähigkeit verbündeter Technologien in arktischen Gewässern. Durch die Kombination unserer Expertise mit jener der dänischen Marine stärken wir unsere gemeinsame Fähigkeit, den Meeresboden zu überwachen und kritische Infrastruktur in nördlichen Regionen zu schützen”— Lieutenant-Commander Greg Richards
„Gleichzeitig verbessert die Zusammenarbeit unsere Interoperabilität und unser Verständnis der besonderen Herausforderungen im arktischen Einsatzraum.”— Lieutenant-Commander Greg Richards
Neben der Technik steht der Aufbau eines umfassenden Unterwasser-Lagebilds im Fokus. Für das gesamte Königreich zählt es zu den zentralen Aufgaben der Sicherheitspolitik, kritische Infrastruktur zu schützen.
Fotocredits
© Danish Defence Hald · © Danish Defence/ MärcherWeiterlesen

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