Drohnenindustrie: BAE Systems und Turkish Aerospace loten strategische UAS-Allianz aus
Ein Memorandum of Understanding soll BAE Systems und Turkish Aerospace Industries (TAI) bei unbemannten Systemen zusammenführen. Die Drohnenindustrie-Partner teilen sich die Rollen: TAI bringt Entwicklung und Produktion ein, BAE Systems den Vertrieb in Europa.

Kürzlich haben BAE Systems und Turkish Aerospace Industries (TAI) ein Memorandum of Understanding, also eine Absichtserklärung, unterschrieben. Angestrebt wird eine strategisch angelegte Allianz in der Drohnenindustrie: Beide Seiten wollen prüfen, welche Chancen eine gemeinsame Entwicklung unbemannter Luftfahrzeugsysteme (UAS) bietet.
Die Aufgaben sind dabei verteilt: TAI steuert seine Erfahrung als Entwickler und Hersteller unbemannter Flugzeuge bei, während BAE Systems den Vertrieb regional koordiniert – in Europa wie auch in anderen Regionen. Gegenstand der Vereinbarung ist nicht bloß ein Einzelmuster, sondern das komplette Produktportfolio von TAI an unbemannten Luftfahrzeugen (UAV).
Stimmen aus der Drohnenindustrie
Seitens BAE Systems meldete sich per knapper Presseaussendung Dave Holmes zu Wort, der die Division BAE Systems FalconWorks als Geschäftsführer leitet: „Wir sehen dies als den Beginn einer tiefgreifenden und bedeutungsvollen Allianz zwischen unseren beiden Organisationen, die jeweils komplementäre Fähigkeiten und Kompetenzen sowie ein starkes Portfolio an unbemannten Systemen einbringen, die wir nutzen und kombinieren können, um eine Reihe überzeugender und kostengünstiger Lösungen zu entwickeln.”
TAI-CEO Mehmet Demiroğlu ergänzte: „Die Vereinbarung baut auf der bereits bestehenden starken Beziehung zwischen beiden Unternehmen auf und wird es uns ermöglichen, unsere bewährten Fähigkeiten im Bereich unbemannter Systeme auf ein neues Niveau zu heben. Wir wollen gemeinsam untersuchen, wie wir den Fortschritt und neue Marktchancen in diesem Bereich beschleunigen können”.
Das Abkommen fällt in eine Phase, in der die Türkei ihre Verteidigungsbeziehungen zu Europa vertieft. Sichtbar wird das etwa am kürzlich unterzeichneten Kaufvertrag, mit dem das Land insgesamt 44 Eurofighter Typhoons beschafft: 20 Maschinen sind neu, 24 generalüberholt, der Gesamtwert beträgt 9,14 Milliarden Euro.
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