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Industry News / Aerial Drones

Ukrainische Drohnen aus europäischer Fertigung: Quantum Systems und Frontline Robotics gründen QFI

Im Einsatz erprobt, künftig in Serie in Europa gefertigt: Mit Quantum Frontline Industries bauen Frontline Robotics und Quantum Systems ein Joint Venture auf, das ukrainische Drohnen industriell herstellt – alle für die ukrainischen Streitkräfte, der Standort wird nicht genannt.

Linza drone
© Frontline

Ukrainische Drohnen, die sich im Einsatz bewährt haben und mehrere Funktionen erfüllen, werden erstmals in Europa industriell gefertigt. Dahinter steht Quantum Frontline Industries, ein neues Joint Venture im Verteidigungsbereich mit deutscher und ukrainischer Beteiligung. Die Produktion ist Teil von „Build with Ukraine”, einer neuen Initiative.

Getragen wird Quantum Frontline Industries (QFI) gemeinsam von Quantum Systems und Frontline Robotics. In der Fertigungslinie trifft Drohnentechnologie aus der Ukraine, die sich bewährt hat, auf deutsches Know-how bei Skalierung und Automatisierung – ein neuer Standard für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Verteidigungssektor. Für Ukrainerinnen und Ukrainer ergeben sich dadurch außerdem in Deutschland zusätzliche Möglichkeiten, Arbeit zu finden.

Ukrainische Drohnen gehen vollständig an die Streitkräfte

Die Aufgaben sind klar verteilt: Industrielle Infrastruktur und Produktionsprozesse kommen von Quantum Systems. Frontline Robotics wiederum steuert die lizenzierten Designs bei, kümmert sich um die Ausbildung und gewährleistet einen umfassenden Support für Betrieb und Wartung, der NATO-Standards entspricht. Abnehmer der gefertigten Drohnen sind zu 100 Prozent die ukrainischen Streitkräfte.

Der Co-CEO von Quantum Systems, Sven Kruck, erklärte dazu: „Die Ukrainer haben den Drohnenkrieg revolutioniert, jetzt werden wir gemeinsam den industriellen Krieg revolutionieren. Für Quantum Systems ist dies der logische nächste Schritt unserer bewährten Unterstützung der Ukraine. Gemeinsam mit Frontline Robotics werden wir auf dieser Erfahrung aufbauen und Europas erste ausländische Produktionskapazität dieser Größenordnung für die Ukraine schaffen”

Auf Seiten von Frontline Robotics äußerte sich CEO Yevhen Tretiak: „Wir betrachten es als eine wichtige Mission, gemeinsam mit unserem Partner Quantum Systems das erste ukrainisch-deutsche Joint Venture im Verteidigungsbereich aufzubauen. Wir sind zuversichtlich, dass unser Beispiel den Weg für weitere Kooperationen dieser Art ebnen wird. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden die ukrainischen Streitkräfte mit Tausenden von Drohnen ausgestattet, um den russischen Angreifer zurückzudrängen”

Skalieren, expandieren, kreieren als Leitlinie

Die Geschäftsführung des neu gegründeten Joint Ventures liegt bei Matthias Lehna. Der 37-Jährige war als Infanterieoffizier in der Bundeswehr tätig, ehe es ihn zum Cyber Innovation Hub in Berlin und anschließend zu Quantum Systems zog. Dort hat er seit 2023 die Funktion des Director Governmental Relations and Business Development inne.

Seine Pläne für QFI fasst Lehna so zusammen: „QFI hat drei Ziele: Skalieren, expandieren und kreieren. Unser neues Joint Venture wird deutsche Ingenieurskunst mit ukrainischem Sinn für Dringlichkeit verbinden, um dringend benötigte Drohnen für die Ukraine in Serie zu produzieren, das Portfolio auszubauen und neue Produkte zu entwickeln, die die Grenzen des Möglichen erweitern.”

Mykyta Rozhkov, bei Frontline Robotics als Chief Business Development Officer tätig, begründete die Zusammenarbeit so: „Unsere Drohnen sind an der Front in der Ukraine unverzichtbar und sehr gefragt, weshalb wir die Produktion ausweiten müssen. In Kriegszeiten ist es schwierig, sichere Standorte für die Fertigung innerhalb der Ukraine zu finden. Durch die Partnerschaft mit Quantum Systems können wir unsere Produktionskapazitäten erweitern und die ukrainischen Verteidigungskräfte noch weiter stärken. Wir sind sehr froh, einen solchen Partner an unserer Seite zu haben”

Grundlage für QFI ist die strategische Partnerschaft, die beide Firmen zu Beginn dieses Jahres unterzeichnet haben. Wo das Joint Venture angesiedelt ist, wird aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben.

Fotocredits

© Frontline
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