Abfangdrohne Terra A1 Autonomous: Terra Drone lässt KI feindliche Drohnen erfassen und verfolgen
Mit einer autonomen Abfangdrohne baut Terra Drone sein junges Verteidigungsgeschäft aus. Die Terra A1 Autonomous soll Piloten entlasten und Schwarmangriffen begegnen – entwickelt und verbessert gemeinsam mit Partnern in der Ukraine.

Terra Drone, ein Drohnenhersteller aus Japan, hat eine neue Abfangdrohne auf den Markt gebracht: die Terra A1 Autonomous. Flugsteuerung, Zielerfassung und das Verfolgen feindlicher Drohnen übernimmt bei diesem Typ künstliche Intelligenz.
Das Unternehmen erweitert damit sein neues Geschäftsfeld um einen weiteren Schritt. Heuer im März war Terra Drone in das Verteidigungsgeschäft eingestiegen und hatte Joint Ventures mit drei ukrainischen Firmen gegründet.
Warum Terra Drone eine autonome Abfangdrohne entwickelt

Eine Drohnenabwehr muss großen Angriffen ebenfalls kostengünstiger Drohnen standhalten. Gleichzeitig wird Personal knapper, das die fortgeschrittenen Fähigkeiten zur Abwehr schnell fliegender Drohnen mitbringt. Mit der neuen, autonom operierenden Drohne will Terra Drone für diese Lage eine kostengünstige und nachhaltige Lösung anbieten. Ausgeglichen werden soll damit, dass sich erfahrene Drohnenpiloten nicht mehr realistisch rund um die Uhr entlang weitläufiger Frontlinien einsetzen lassen.
Außerdem reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Bedarf des weltweiten Verteidigungsmarkts an Technologien für autonomes Fliegen und Verfolgen. Dieser entsteht, weil bloße Fernsteuerung durch Menschen bei Schwarmangriffen oder elektronischen Störaktionen an Grenzen gerät. KI ermöglicht eine schnelle und kontinuierliche Abwehr und entlastet die Drohnenpiloten.
So arbeitet die Terra A1 Autonomous
Auf den Markt kommt die neue Drohne, nachdem die Entwicklung zweier Lenkphasen abgeschlossen ist: der Zwischenphasenführung, bei der sich die Drohne nach dem Start automatisch über eine Entfernung von 7 Kilometer bis 200 Meter dem Ziel nähert, und der Endphasenführung, bei der sie das Ziel mit einer Reichweite von bis zu 800 Meter autonom erkennt und verfolgt.
Im Flug wertet die KI der Terra A1 Autonomous Kamerabilder in Echtzeit aus und identifiziert Zieldrohnen. Laufend erfasst werden deren Position und Geschwindigkeit, die eigene Flugbahn passt die Drohne zur Verfolgung selbstständig an. Ein Pilot muss nicht mehr kontinuierlich steuern, und die Genauigkeit beim Abfangen ließ sich steigern.

Begleitend zur Markteinführung hat Terra Drone ein Video veröffentlicht. An mehreren Beispielen ist darin zu sehen, wie die Funktionen der Terra A1 Autonomous ablaufen:
- Zielerfassung durch KI
- autonome Navigation
- autonome Verfolgung
- automatische Flugbahnkorrektur
Vier Faktoren für den Wettbewerb
Entscheidend für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ist aus Sicht von Terra Drone, dass vier Faktoren zusammenkommen:
- Kampferprobung in der Praxis
- preisliche Wettbewerbsfähigkeit
- autonome Navigation und Abwehr mithilfe von KI
- ein Produktions- und Exportnetzwerk, das globale Vermarktung und Expansion ermöglicht
Eine Abfangdrohnenplattform, die alle vier Faktoren in sich vereint, will Terra Drone gemeinsam mit führenden Verteidigungsunternehmen verschiedener Länder entwickeln, und zwar auf Basis seiner in der Ukraine bereits „kampferprobten” Produkte. Parallel arbeitet das Unternehmen mit den ukrainischen Partnerfirmen laufend daran, KI-Algorithmen und autonome Abfangleistung anhand realer Einsatzdaten zu verbessern. So soll das eigene Angebot für Regierungen und Unternehmen attraktiver werden.
Angeboten werden soll die Terra A1 Autonomous nicht nur als einzelne Abfangdrohne. Geplant ist auch eine Gesamtlösung mit Radar, Sensoren, Kommunikation sowie Systemen für Führung und Steuerung (C2). Damit ließen sich sämtliche Schritte – Erkennung, Identifizierung, Verfolgung und Abfangen – aus einer Hand abdecken.
Fotocredits
© Terra DroneWeiterlesen

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