Alarmstart in den Niederlanden: F-35 steigen wegen Drohne ohne Transponder auf
Ohne Transpondersignal und ohne Funkkontakt bewegte sich ein unbekanntes Objekt im niederländischen Verantwortungsbereich – Nieuw Milligen löste einen Alarmstart aus. Was die beiden F-35 vorfanden, war eine Drohne, die den Luftraum bald wieder verließ.

Einen Alarmstart zweier F-35 der niederländischen Luftwaffe gab es am Wochenende im Rahmen eines Quick Reaction Alert (QRA). Erfasst worden war zuvor ein unbekanntes Objekt im nationalen Verantwortungsbereich. Es flog in einer Höhe, in der Identifikation und Funkkontakt Pflicht sind, sendete jedoch kein Transpondersignal und kommunizierte in keiner Weise. Daraufhin gab die Luftgefechtsleitung in Nieuw Milligen den Startbefehl.
Vor Ort zeigte sich: Das Objekt war eine Drohne. Kurz darauf flog sie aus dem niederländischen Luftraumgebiet hinaus. Beeinträchtigungen für den zivilen Flugverkehr gab es zu keinem Zeitpunkt, die F-35 landeten danach wieder in Volkel. Ausgerechnet dort hatte es erst vor einigen Wochen eine Drohnensichtung gegeben, bei der Sicherheitskräfte auch auf das unbemannte Flugobjekt schossen.
Ausgelöst wurde der QRA-Einsatz am Samstag um 10.20 Uhr, als das Radar das Objekt aufgefasst hatte. Auch wenn solche Alarmstarts selten vorkommen, zeigen sie, welchen Stellenwert die ständige Einsatzbereitschaft hat: Auf Abruf stehen die niederländischen F-35 24/7 und können binnen weniger Minuten abheben, um unidentifizierte oder potenziell gefährliche Flugobjekte abzufangen – zunehmend auch Drohnen.
Wer den Alarmstart für den Benelux-Luftraum verantwortet
Belgien und die Niederlande teilen sich die QRA-Aufgabe und wechseln einander ab. Seit November sind wieder die Niederlande zuständig und schützen damit neben dem eigenen auch den gesamten Benelux-Luftraum.
Geführt werden die Einsätze von der Air Operations Control Station in Nieuw Milligen. Diese arbeitet eng mit dem CAOC Uedem zusammen, dem NATO-Hauptquartier für die Luftraumüberwachung.
Einmal mehr zeigt der Vorfall, welche Bedeutung schnelle Reaktionskräfte inzwischen haben, da Drohnen im zivilen wie im militärischen Luftraum immer aktiver werden.
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