Drohnenabwehr aus Tschechien: LLP Holding zeigt UAV-Abfangjäger JWI-4000 auf der DSEI
Bis 4.000 Meter Höhe, 300 km/h Spitze und ein gerichteter Splittergefechtskopf: Mit dem JWI-4000 bringt die LLP Holding einen Baustein der Drohnenabwehr nach London. Maße nannte der Hersteller nicht.

Einen neuen Abfangjäger für die Drohnenabwehr hat die tschechische LLP Holding auf der Rüstungsmesse DSEI in London präsentiert: den JWI-4000, ein unbemanntes Luftfahrzeug (UAV). Das Unternehmen hat sich auf fortschrittliche Technologien für Sicherheit und Verteidigung spezialisiert.

Die Flügel des JWI-4000 UAV-Systems lassen sich falten. Wird ein optionaler Booster verwendet, kann der Interceptor auch annähernd senkrecht starten. Mit 50 Meter pro Sekunde steigt er auf eine Flughöhe von bis zu 4.000 Meter.
In maximaler Flughöhe legt das System bei bis zu 200 km/h eine Strecke von bis zu 70 Kilometer zurück, als Höchstgeschwindigkeit sind 300 km/h möglich. Mit diesen Leistungswerten bewegt sich der JWI-4000 in dem Rahmen, den das Abfangen eines breiten Spektrums heute gängiger Aufklärungs- und Angriffsdrohnen erfordert.
Photos from ????????DSEI UK 2025. In the third photo, you can see a smaller autonomous interceptor, also from LPP s.r.o., which has also been deployed in combat in ????????Ukraine. It is launched from an autonomous Hornet UGV from LPP s.r.o. (see older post below). pic.twitter.com/SlG235t8ea
Autonome Drohnenabwehr mit Splittergefechtskopf
Zu Abmessungen und Gewicht des JWI-4000 äußerte sich LLP nicht. Ausgehend von einem in London gezeigten Modell könnten etwa ein Meter Spannweite und etwa 1,5 Meter Länge erreicht werden.
Nach Herstellerangaben fängt der JWI-4000 Zieldrohnen autonom ab – möglich machen das mehrere fortschrittliche Sensoren, ergänzt durch künstliche Intelligenz; stören lasse sich das System dadurch nicht. Zerstört wird das Ziel-UAV mit einem gerichteten Splittergefechtskopf, der 1,5 Kilogramm wiegt.

LLP zufolge kann der JWI-4000 auf die vorhandene Sensorinfrastruktur von Luftverteidigungsnetzwerken zurückgreifen. Er ist außerdem für das Asterix-Protokoll vorbereitet und lässt sich in spezielle Erkennungsradare einbinden. Das Asteriy-Protokoll ist ein universell strukturierter Austausch von Überwachungsinformationen von Eurocontrol.
In der Ukraine setzt die tschechische LLP Holding bereits ihr autonomes Angriffs-UAV-System MTS ein. Denkbar ist, dass auch der JWI-4000 dort bald zum Einsatz kommt – oder schon eingesetzt wird.
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