Drohnenabwehr im Praxistest: Tschechien erprobt bei „Drone Shield 2026“ neue Technologien
Drohnenabwehr und unbemannte Bodenfahrzeuge stehen im Zentrum der Übung „Drone Shield 2026“ in Březina und Lipník nad Bečvou. Unterstützt von NATO-DIANA prüfen tschechische Streitkräfte und Dutzende Unternehmen, wie verschiedene Fähigkeiten zusammenwirken.

Ob Aufklärung, Feuerleitung oder direkter Angriff: Unbemannte Systeme verändern das moderne Gefechtsfeld. Weil sie sich so rasant entwickeln, müssen Streitkräfte neue Wege finden, eigene Kräfte sowie militärische und zivile Infrastruktur zu schützen – eine Aufgabe, bei der die Drohnenabwehr im Mittelpunkt steht. Diesen Herausforderungen widmet sich die internationale Übung „Drone Shield 2026”.
Geübt wird Ende September und Anfang Oktober an zwei Orten: auf dem mährischen Truppenübungsplatz Březina nahe Vyškov und in Lipník nad Bečvou auf dem NATEP-UGV-Testgelände (Nationaler Technologischer Prüfstand für unbemannte Bodensysteme), wo unbemannte Landfahrzeuge (UGV) erprobt werden. Geleitet wird die Übung im tschechischen Verteidigungsministerium von zwei Abteilungen – zuständig zum einen für die Entwicklung von Kommunikations- und Informationssystemen, zum anderen für die Weiterentwicklung der Streitkräfte.
Hilfe erhalten die Organisatoren von DIANA (Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic), dem Innovationsbeschleuniger der NATO. Mit dabei sind Angehörige der tschechischen Streitkräfte, Fachleute und Dutzende Firmen der Verteidigungs- und Technologiebranche aus Tschechien und dem Ausland.

Drohnenabwehr als Zusammenspiel vieler Fähigkeiten
Březina konzentriert sich auf die Abwehr von unbemannten Systemen. In Lipník nad Bečvou stehen dagegen unbemannte Bodenfahrzeuge, Robotik und Autonomie-Technologien auf dem Prüfstand – praktisch vorgeführt im Gelände, in Tests zur Mobilität und bei Demonstrationen autonomer Funktionen.
„Ziel ist es nicht, einzelne Produkte vorzustellen, sondern neue Technologien und Verfahren unter realistischen militärischen Bedingungen zu erproben und vor allem ihr Zusammenwirken zu überprüfen”— Brigadegeneral Petr Šnajdárek
Wirksam sei eine Drohnenabwehr, so Šnajdárek, nicht durch ein einzelnes Gerät, sondern erst durch die Vernetzung unterschiedlicher Fähigkeiten.
„Das moderne Gefechtsfeld entwickelt sich sehr schnell. Die Armee muss daher nicht nur auf neue Technologien, sondern auch auf neue Formen ihrer Nutzung reagieren können”— Oberstleutnant Michal Peterek, Leiter der Übung „Drone Shield 2026”
Was die Übung an Erkenntnissen bringt, soll in die Weiterentwicklung der Armee Tschechiens und verbündeter Streitkräfte einfließen.
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