Drohnenabwehr aus dem Hubschrauber: VAE jagen Shahed-Drohnen mit AH-64 Apache
Ein Video des VAE-Verteidigungsministeriums zeigt Apache-Kampfhubschrauber beim Abfangen anfliegender Drohnen. Auch die US Army baut die Drohnenabwehr des Apache aus – mit neuer Näherungsmunition XM1225 APEX.

Um unbemannte Systeme abzuwehren, greifen Verteidiger derzeit zu fast jedem verfügbaren Mittel. Schon im Ukraine-Krieg hat sich der Einsatz von Kampfhubschraubern zur Drohnenabwehr als besonders wirksam erwiesen. Im Krieg mit dem Iran nutzen nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) dieses Konzept: Ihre AH-64 Apache machen gezielt Jagd auf iranische Shahed-136-Drohnen.
Mehrere gelungene Abfangmanöver sind in einem Video zu sehen, das das Verteidigungsministerium der VAE veröffentlicht hat: Apache-Kampfhubschrauber bekämpfen darin anfliegende Drohnen und zerstören sie.
Apache-Hubschrauber besitzen die VAE seit Anfang der 1990er-Jahre. Insgesamt 30 AH-64A wurden ab dem 30. Oktober 1993 geliefert; aufgerüstet wurden sie später zunächst auf den Standard AH-64D und schließlich auf den modernen AH-64E Guardian. Zur Bewaffnung gehören eine 30-Millimeter-Bordkanone M230, Lenkflugkörper AGM-114 Hellfire und 70-Millimeter-Raketen. Den ersten AH-64E für die VAE übergab Boeing im August 2023.
US Army testet Apache-Munition für die Drohnenabwehr
Für die US Army gewinnen die Fähigkeiten des Apache gegen Drohnen ebenfalls an Gewicht. Am Yuma Proving Ground in Arizona wurde kürzlich erstmals die neue 30×113-Millimeter-XM1225-APEX-Munition (Aviation Proximity Explosive) im scharfen Schuss getestet. Ein Apache bekämpfte dabei zum ersten Mal erfolgreich unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) Luft-Luft mit Näherungsmunition und traf Ziele auf verschiedene Entfernungen.
Entwickelt hat die XM1225 APEX der Product Manager Medium Caliber Ammunition (PdM MCA) am Picatinny Arsenal. Gedacht ist die Munition gegen Drohnen, exponierte Infanterie oder kleine Boote; Änderungen am Bordkanonensystem M230 oder an der Feuerleitanlage des Apache braucht es dafür nicht. Durch umfangreiche Sicherheits- und Funktionstests soll sichergestellt werden, dass sie im operationellen Betrieb zuverlässig einsatzfähig ist.
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© VAE MoDWeiterlesen

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