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Counter-UAS / Aerial Drones

Loitering Munition und Abfangjäger in einem: Ukraine lässt Talion für die Streitkräfte zu

Ursprünglich zur Abwehr feindlicher UAV entwickelt, kann Talion auch Bodenziele angreifen: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat das System als Abfangjäger und Loitering Munition offiziell für die Truppe freigegeben.

Talion Abfangdrohne und Loitering Munition
© Ukraine MoD

Mit Talion hat das ukrainische Verteidigungsministerium ein im eigenen Land entwickeltes unbemanntes Flugsystem offiziell für den Einsatz bei den Streitkräften zugelassen. Sein besonderes Merkmal: Es verbindet die Fähigkeiten eines Abfangjägers gegen feindliche Drohnen mit denen einer Loitering Munition. Gestärkt werden sollen damit die Luftverteidigung ebenso wie die Präzisionsbekämpfung von Bodenzielen.

Entwickelt wurde Talion ursprünglich in erster Linie, um feindliche unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) abzuwehren. Gesteuert wird es wahlweise manuell oder teilautonom, und Drohnen kann es in niedrigen wie in großen Flughöhen bekämpfen. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums kommt es deshalb gegen nahezu alle gegnerischen UAV-Klassen in Frage.

Loitering Munition gegen Bodenziele

Neben seiner Rolle als sogenannter „Lower-Tier Air Defence”-Effektor lässt sich Talion auch als klassische Loitering Munition gegen Bodenziele einsetzen. Für verschiedene taktische Szenarien ist das System damit flexibel nutzbar.

Weil seine Flugdauer vergleichsweise lang ist, eignet sich Talion außerdem für Patrouillen- und Aufklärungsmissionen. Durch die Verbindung von Luft-Luft- und Luft-Boden-Fähigkeiten sollen ukrainische Einheiten feindliche Drohnen wirksamer abfangen und zugleich Ziele in der taktischen Tiefe präzise bekämpfen können.

Fotocredits

© Ukraine MoD
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