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Counter-UAS

Mobile Drohnenabwehr im geschützten Land Cruiser: Welp Group zeigt Counter UAS Platform

Erprobt auf der Seasec in Rostock, vorgestellt auf der Enforce Tac: Das Konzeptfahrzeug von Welp Group und H.P. Marketing & Consulting Wüst verbindet mobile Drohnenabwehr mit ballistischem Schutz und Minenschutz auf Basis des Toyota Land Cruiser 300.

Counter UAS Vehicle
© Welp Group

Mobile Drohnenabwehr und ein hochwirksames Schutzkonzept gegen ballistische und explosive Bedrohungen vereint die Counter UAS Platform, ein neues Konzeptfahrzeug, das die Welp Group gemeinsam mit der H.P. Marketing & Consulting Wüst GmbH präsentiert. Es soll vor unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) schützen.

Klar im Fokus steht eine praxistaugliche, mobile Lösung, die auf heutige wie künftige Bedrohungsszenarien zugeschnitten ist – vor allem darauf, dass Drohnentechnologie immer leichter verfügbar und leistungsfähiger wird.

Als Meilenstein der Entwicklung gilt die erfolgreiche Erprobung auf der Seasec in Rostock. Unter realitätsnahen Bedingungen kam die Plattform dort bereits zum Einsatz, Nutzer aus NATO-Staaten nahmen sie in Augenschein. Nach Aussendung des Unternehmens belegen die Ergebnisse die „hohe Einsatzrelevanz sowie die technische Leistungsfähigkeit des Systems im operativen Umfeld”. Auf großes Interesse internationaler Anwender soll demnach vor allem gestoßen sein, dass mobile Plattform und integrierte Drohnenabwehr kombiniert sind.

Dem Fachpublikum wurde das Fahrzeugkonzept außerdem schon auf der Enforce Tac gezeigt. Was dort besprochen wurde und was der Markt zurückmeldet, fließt laufend in die Weiterentwicklung ein.

UAS
© Welp Group

Mobile Drohnenabwehr aus dem fahrenden Fahrzeug

Herzstück der C-UAS-Plattform ist eine vollständig integrierte Lösung zur Drohnenabwehr (C-UAS), die eigens für den mobilen Einsatz entwickelt wurde. Auf der Seasec diente die Plattform Elysion C-UAS Mission Core von Hensoldt als operativer Kern, über den das Drone Defence Vehicle gesteuert wurde.

Dass Bedrohungen durch unbemannte Luftfahrzeuge nicht nur ortsfest, sondern immer öfter auch in dynamischen Lagen auftreten, machen moderne Einsätze deutlich. An diesem Punkt setzt das System an: Aus einem geschützten, beweglichen Fahrzeug heraus lassen sich Drohnen detektieren, verfolgen, klassifizieren und neutralisieren.

Die Systemarchitektur beruht auf einer durchgehenden Kette vom Sensor bis zum Effektor. Mehrere Sensoren, unter anderem Radar, Detektionssysteme für Hochfrequenz (HF) und optische Systeme, erkennen mögliche Bedrohungen früh; ihre Daten laufen in einem zentralen Lagebild zusammen. Daraus ergibt sich die Grundlage, um rasch und fundiert über passende Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Welche Effektoren eingesetzt werden, ist modular wählbar und lässt sich an die jeweiligen Einsatzanforderungen anpassen.

Zu den zentralen Elementen gehört der integrierte Arbeitsplatz für den Operator. Er liegt vollständig geschützt im Inneren des Fahrzeugs und bietet eine ergonomisch optimierte Steuerumgebung. Per Monitor und Joystick-basierter Steuerung bedient der Operator alle Funktionen der Drohnenabwehr in Echtzeit. Weil sich die Bedienlogik an etablierten Systemen aus Militär und Behörden orientiert, soll die Nutzung intuitiv sein und das System rasch einsatzbereit.

Ballistischer Schutz und Minenschutz

Überzeugen soll das Fahrzeug nicht nur mit der Leistungsfähigkeit seiner Drohnenabwehr, sondern auch mit einem umfassenden Schutzkonzept. Basis ist der Toyota Land Cruiser 300, ausgelegt auf höchste Sicherheitsanforderungen. Erfüllt wird die Schutzklasse Vpam Brv Edition 3 VR7, optional ist das Fahrzeug bis VR9 erhältlich. Gegen unterschiedlichste ballistische Bedrohungen bietet es damit zuverlässigen Schutz.

Hinzu kommt, dass es die Anforderungen nach Vpam Erv Edition 3 und Stanag 4569 erfüllt und so auch gegen die Explosionswirkung von Landminen und Handgranaten schützt. Für Einsatzkräfte bedeutet diese Verbindung von Schutz, Mobilität und integrierter Technologie einen entscheidenden Mehrwert.

Die Counter UAS Platform lässt sich vielseitig einsetzen und deckt ein breites Spektrum an Szenarien ab: den Schutz kritischer Infrastrukturen, die Sicherung von Flughäfen und militärischen Einrichtungen, Missionen im Grenzschutz und den Begleitschutz von Konvois. Ihre Stärken spielt die mobile Plattform vor allem in dynamischen Lagen aus, in denen Bedrohungen aus der Luft rasch auftauchen und ebenso rasch neutralisiert werden müssen.

Hohe Flexibilität und Skalierbarkeit kommen als weiterer Vorteil hinzu. Dank modularem Aufbau können unterschiedliche Technologien eingebunden und an spezifische Wünsche von Kunden angepasst werden. Vorgesehen ist außerdem, das Fahrzeug künftig an übergeordnete Führungs- und Einsatzsysteme anzubinden, sodass es sich nahtlos in vorhandene Sicherheitsarchitekturen einfügt.

Ziel der Welp Group und der H.P. Marketing & Consulting Wüst GmbH ist es, mit der Counter UAS Platform eine ganzheitliche Lösung zur Abwehr moderner Bedrohungen zu schaffen.

Fotocredits

© Welp Group
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