Aufklärungsdrohne Aquila: Bulgarien setzt auf Technik von Ucandrone aus Griechenland
36 Exemplare der Aquila hat Bulgarien bestellt, die ersten sind seit Mai bei den Landstreitkräften im Einsatz. Die Aufklärungsdrohne des griechischen Herstellers Ucandrone startet senkrecht und beobachtet bei guter Sicht bis zu 40 Kilometer weit.

Im Bereich unbemannter Systeme macht die Balkanregion derzeit bemerkenswerte Fortschritte. Ein Beispiel ist Aquila: Entwickelt und gefertigt hat diese Aufklärungsdrohne das griechische Unternehmen Ucandrone, und sie setzt neue Maßstäbe im Bereich Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung (ISTAR).
Bei den Landstreitkräften Bulgariens stehen die ersten Systeme seit Mai im Einsatz, wie aus einem Bericht von Defence Redefined hervorgeht. Bestellt wurden insgesamt 36 Einheiten, die nach und nach ausgeliefert werden.
Um Gewicht und Stabilität optimal aufeinander abzustimmen, besteht Aquila komplett aus Carbonmaterialien. Ausgelegt ist das unbemannte System als VTOL-UAV, also als unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) mit Senkrechtstart und -landung (VTOL): Vier Flügelmotoren lassen es senkrecht starten und landen, den Vortrieb im Horizontalflug übernimmt ein stärkerer Elektromotor am Heck. Vorbereitete Start- und Landebahnen braucht Aquila deshalb nicht und kann in den unterschiedlichsten Einsatzumgebungen flexibel operieren.
Für die Steuerung gibt es mehrere Varianten – vom einfachen Smartphone-Empfänger für die Nutzung auf Gruppenebene bis zu Mehrschirm-Lösungen für die Planung im Gefechtsstand. Unter dem Rumpf sitzt elektro-optische Sensorik, mit der sich bei guten Sichtverhältnissen bis zu 40 Kilometer weit beobachten lässt.
Je nach Bedingungen liegt die Flugdauer zwischen 90 und 180 Minuten. Damit eignet sich die Drohne für die verschiedensten Einsatzprofile.
Technische Daten der Aufklärungsdrohne
- Spannweite: 260 Zentimeter
- Länge: 140 Zentimeter
- Höhe: 86 Zentimeter
- Gewicht (ohne Akku): 4,5 Kilogramm
- Gewicht (mit Akku): 7 Kilogramm
- Reisegeschwindigkeit: bis 20 Meter/Sekunde
- Höchstgeschwindigkeit: bis 30 Meter/Sekunde
- Flugdauer: bis 95 Minuten
- Reichweite: bis 30 Kilometer
Als Nutzlast trägt die Drohne Tag- und Wärmebildkameras sowie einen Laser-Entfernungsmesser. Ein portables Informationsmanagementsystem überträgt Daten in Echtzeit per Sprache und Video, verarbeitet sie und verteilt sie an alle verbundenen Nutzer, bis hinauf zur Führungsebene. So trägt Aquila entscheidend zu einer besseren Gefechtsfeldaufklärung und einem verbesserten Lagebild bei.
Fotocredits
© Defence RedefinedWeiterlesen

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