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Unmanned Systems / Aerial Drones

Aufklärungsdrohnen für Armenien: Washington liefert V-BAT von Shield AI nach Jerewan

Erstmals machen die USA einen bedeutenden Rüstungsdeal mit Armenien offiziell: Rund 11 Millionen US-Dollar umfasst das Abkommen über V-BAT-Aufklärungsdrohnen. Bekannt wurde es nach dem Besuch von J.D. Vance in Jerewan.

V-BAT-Drohne
© Shield AI

Aufklärungsdrohnen vom Typ V-BAT des Herstellers Shield AI gehen von Washington nach Jerewan. Das Abkommen hat einen Wert von rund 11 Millionen US-Dollar (etwa 10 Millionen Euro) – und es ist das erste Mal, dass die USA einen bedeutenden Rüstungsdeal mit Armenien offiziell bekannt geben.

Vorausgegangen waren Gespräche, die US-Vizepräsident J.D. Vance kürzlich in Jerewan mit Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan geführt hatte.

Um bloß einen weiteren Drohnentyp geht es bei dieser Lieferung keineswegs. Erstmals bekommen die armenischen Streitkräfte mit dem V-BAT ein westliches System, das sich bereits im Gefecht bewährt hat und das die US-Streitkräfte ebenso wie mehrere Partner nutzen.

Russische Rüstungslieferungen gehen zurück, Armenien richtet sich sicherheitspolitisch Schritt für Schritt neu aus – vor diesem Hintergrund gilt das Abkommen als Signal einer wachsenden Verteidigungskooperation mit den USA. Es zeigt, dass die Beschaffungsquellen weiter diversifiziert werden, und weist auf eine strukturelle Transformation der armenischen Verteidigungsarchitektur hin.

Im gebirgigen Einsatzumfeld Armeniens spielt das System operative Vorteile aus. Dank der sogenannten „Tail-Sitter”-Bauweise kann es auf kleinsten Flächen (mindestens 2,5 × 2,5 Meter) senkrecht starten und landen – von Vorteil in schwer zugänglichem Gelände oder in der Nähe der Kontaktlinie.

Aufklärungsdrohnen aus Texas, bald auch aus Indien

Entwickelt hat die V-BAT das US-Unternehmen Shield AI; es handelt sich um eine Aufklärungsdrohne für Senkrechtstart und -landung (Vertical Take-Off and Landing, VTOL). Genutzt wird sie von Einheiten des US-Verteidigungsministeriums, etwa Marine Corps, Navy und Spezialkräften. Im Einsatz oder in Erprobung steht sie außerdem unter anderem in Griechenland, Japan, den Niederlanden, Australien, Südkorea, Großbritannien, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unter Gefechtsbedingungen fliegt die Plattform seit 2024 auch in der Ukraine.

In Texas fertigt Shield AI derzeit rund 200 Systeme pro Jahr. Ausgebaut werden die Kapazitäten durch eine zusätzliche Produktionslinie in Indien: Im Rahmen einer Technologiepartnerschaft (ToT) investiert der indische Konzern JSW Defence rund 90 Millionen US-Dollar (etwa 83 Millionen Euro) in eine Montage- und Testanlage in Hyderabad. Anlaufen soll die Produktion im vierten Quartal 2026.

Fotocredits

© Shield AI
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