Bodendrohne Protector: Ukraine erprobt großes UGV erstmals mit Waffenstation
Seit Juni ist das Fahrzeug für die ukrainische Armee zugelassen, nun hat Armored Vehicles die Bodendrohne Protector mit der Waffenstation Tavria-12.7 schießen lassen. Was das UGV auf SUV-Basis leistet und wofür es gedacht ist.

Erstmals hat das ukrainische Unternehmen Armored Vehicles seine große Bodendrohne Protector mit einer Waffenstation gezeigt. Für den Einsatz in der ukrainischen Armee hatte das Verteidigungsministerium das unbemannte Landfahrzeug (UGV) im Juni dieses Jahres zugelassen.
Als Basis dient ein SUV, angetrieben wird es von einem 3-Liter-Dieselmotor mit 190 PS. Ausgelegt ist das Fahrzeug auf maximal 45 km/h, seine Reichweite liegt bei 400 bis 500 Kilometern. Gegen elektromagnetische Kriegsführung soll das UGV durch drei Kommunikationskanäle gehärtet sein, darunter Starlink.
Gesteuert wird über eine Bodenkontrollstation, an der ein virtuelles Lenkrad, Bremse, Gaspedal und Getriebe bedient werden. Auf dem Bildschirm erscheinen Geschwindigkeit, Drehzahl, die Bilder der Kameras sowie die Standortkoordinaten.
Bis zu 700 Kilogramm Last nimmt der Protector auf, außerdem kann er einen Anhänger ziehen. Beim Test zog er ohne Probleme einen Anhänger, auf dem ein drei Tonnen schwerer SUV geladen war.
Vorgesehen ist der Protector vor allem dafür, Munition, Ausrüstung und Nachschub zu befördern und Verwundete zu evakuieren. Darüber hinaus lassen sich auf dem UGV ferngesteuerte Waffenstationen und Systeme der elektromagnetischen Kampfführung montieren.
Bodendrohne feuert mit Tavria-12.7
Im jüngsten Versuch feuerte eine ferngesteuerte Waffenstation ukrainischer Bauart vom Typ Tavria-12.7 aus verschiedenen Entfernungen, sowohl stehend als auch während der Fahrt. Die Ergebnisse bezeichnet der Hersteller als gut.
Bei der Tavria-12.7 handelt es sich um einen fernbedienten Turm mit digitalem Feuerleitsystem und einem Maschinengewehr Browning M2 im Kaliber 12,7 Millimeter. Beobachtet, erkannt und bekämpft werden können damit Ziele am Boden und in der Luft, unbemannte Luftfahrzeuge eingeschlossen. Eine Panzerung schützt das komplette Modul gegen Handfeuerwaffen und Splitter.
Die Waffenstation Tavria war vom ukrainischen Verteidigungsministerium im November 2024 zur Indienststellung freigegeben worden.
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