Bodendrohne S-1 BUG: Unmanned Solutions präsentiert Demonstrator aus Nové Mesto nad Váhom
Ein slowakischer Hersteller 120 Kilometer nordöstlich von Wien zeigt mit Partnern eine Bodendrohne für Kampfeinheiten, die Ausrüstung transportiert, mit Kamera aufklärt und Verletzte evakuieren kann.

Das Interesse von Armeen und Entwicklern an unbemannten Bodenfahrzeugen wächst. Vorgestellt hat nun das slowakische Unternehmen Unmanned Solutions gemeinsam mit Partnerfirmen eine eigene Bodendrohne: das unbemannte Landfahrzeug (UGV) S-1 BUG – Battle Utility Ground System. Sitz des Herstellers ist Nové Mesto nad Váhom, 120 Kilometer nordöstlich von Wien.
Konzipiert wurde der Technologiedemonstrator als halbautonome, robotergestützte und universelle Plattform, die Kampfeinheiten der untersten taktischen Ebene unterstützt; die Systemarchitektur ist offen. Im Vordergrund steht Logistik: Equipment, Kampfausrüstung, CQB-Brechwerkzeuge, Leitern und Sprengstoff sollen ebenso befördert werden wie Unterstützungswaffen, Ersatzmunition und Nachschub.
Aufklärung und Evakuierung mit der Bodendrohne
Eine 360-Grad-Tag-/Nacht-HD-Kamera mit digitaler Stabilisierung und 20-fachem Zoom erlaubt unbemannte, bodengestützte Aufklärung im Einsatzgebiet – im Verbund mit Infanterie, Pionieren oder mechanisierten Einheiten.
Mit einer Krankentrage oder einem Wirbelsäulenbrett lassen sich zudem Verletzte aus einem Kampfgebiet bringen.
Angetrieben wird das UGV vollelektrisch, was die Geräuschsignatur gering und die IR-Signatur minimal hält. Ein Operator steuert es fern und mit einer Hand. Bei 10 km/h hält das Fahrzeug zwei bis drei Stunden durch. Bei einem Eigengewicht von 170 Kilogramm nimmt es bis zu 200 Kilogramm Nutzlast auf; gegen Schmutz und Spritzwasser ist es nach Schutzklasse IP 54 geschützt.
Geachtet wurde auf geringe Anschaffungskosten, einfache Reparatur und Wartung über die gesamte Lebensdauer sowie auf den Einsatz von COTS-Technologie (Commercial-Off-The-Shelf).
Fotocredits
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