Bodendrohne Themis: KNDS zeigt auf der Eurosatory neue Module für Drohnenabwehr und Feldstrom
Bodendrohne mit neuen Aufgaben: Für den Themis von Milrem Robotics präsentierte KNDS in Paris ein Modul für elektronische Kampfführung und Drohnenabwehr sowie eine mobile Feldbatterie mit 40 kWh – beide als Weltpremiere.

Als eines der erfolgreichsten unbemannten Landfahrzeuge (UGV) Europas hat sich die Bodendrohne Themis des estnischen Herstellers Milrem Robotics in den vergangenen Jahren etabliert. Die nächste Evolutionsstufe der Plattform stellte KNDS nun auf der Eurosatory 2026 in Paris vor, darunter zwei neue Missionsmodule, die dort Weltpremiere hatten.
Vielseitiger einsetzbar soll der Themis künftig durch zwei Neuheiten werden, die im Mittelpunkt standen: ein Modul für elektronische Kampfführung (EloKa) und Drohnenabwehr (Counter-UAS) sowie ein mobiles Feldbatterie-Modul.




Bodendrohne als Drohnenabwehr und Stromquelle
Auf einer einzigen Plattform bündelt das neue EW/C-UAV-Modul mehrere Sensoren und Effektoren gegen Drohnen. Ausgestattet ist es mit einem 360-Grad-Radar, das bis zu drei Kilometer weit reicht, einem elektrooptisch/infraroten (EO/IR) Sensorsystem für die Zielaufklärung und einem Hochfrequenz-(HF-)Scanner, der Drohnensignale auf bis zu sechs Kilometer erkennt. Aktiv abwehren lassen sich Drohnen mit einem digitalen Störsender (Reichweite bis zu fünf Kilometer) und einem Spoofer für das globale Satellitennavigationssystem (GNSS), der die Navigationssignale gegnerischer Drohnen beeinflussen kann.
Als mobile und emissionsarme Energiequelle für militärische Operationen ist das ebenfalls neue Feldbatterie-Modul gedacht. Es speichert 40 kWh und bietet Anschlüsse von 12 bis 380 Volt. Versorgt werden sollen damit unter anderem temporäre Feldlager, vorgeschobene Sensorstellungen und Gefechtsfeldradare; außerdem kann es als mobile Ladestation für Drohnen und unbemannte Landfahrzeuge dienen. Denkbar wäre der Einsatz auch im Katastrophenschutz oder zur Unterstützung in Blackout-Szenarien.
Zu sehen waren bei KNDS außerdem bereits bekannte Missionsmodule des Themis. Eines davon ist ein Minenräumsystem auf Sprengschnur-Basis, das zwei jeweils 54 Meter lange Räumladungen mitführen kann und derzeit in die Truppenerprobung geht. Ausgestellt wurde auch das CASEVAC-Modul: Es nimmt zwei verwundete Soldaten auf und bietet leichten ballistischen Schutz sowie eine Splitterschutzabdeckung.
Fotocredits
© Militär Aktuell · © KNDSWeiterlesen

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