Bodendrohnen in der Ukraine: Über 7.000 Gefechts- und Logistikeinsätze allein im Jänner
Munition liefern, Verwundete bergen, Versorgung sichern: Die Ukraine schickt Bodendrohnen routinemäßig in Hochrisikozonen. Für 2026 sind mehr Produktion und Beschaffung geplant, 13 Modelle stehen schon auf Brave1 Market bereit.

Mehr als 7.000 Gefechts- und Logistikeinsätze haben die ukrainischen Streitkräfte im Jänner mit bodengebundenen Robotersystemen absolviert. Je stärker diese Bodendrohnen in die Abläufe der Truppe eingebunden werden, desto deutlicher sinkt das Risiko für die Soldaten – und desto wirksamer werden die Einsätze an der Front.
Noch vor sechs Monaten war die Verwundetenevakuierung mittels bodengebundener Robotersysteme eher die Ausnahme. Heute fahren Roboter routinemäßig in Hochrisikozonen – sie liefern Munition, sichern die Versorgung und evakuieren Verwundete dort, wo der Einsatz von Personal ein zusätzliches Risiko darstellen würde— Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow
Logistische Aufgaben direkt im Frontbereich machten den Großteil der Einsätze im Jänner aus – Arbeiten, die bisher Soldaten unter feindlichem Beschuss erledigen mussten. Nach Darstellung der ukrainischen Streitkräfte soll die Frontlogistik möglichst weitgehend auf unbemannte, bodengebundene Systeme übergehen; so werde Personal entlastet und Verluste würden minimiert. Kiew verfolgt damit konsequent die Strategie, unbemannte Systeme nicht nur in der Luft, sondern zunehmend auch am Boden in großem Maßstab einzusetzen.
Mehr Bodendrohnen ab 2026
Produktion und Beschaffung bodengebundener Robotersysteme sollen 2026 deutlich ausgeweitet werden. Zugleich ist geplant, Kommunikations- sowie Führungs- und Kontrollsysteme weiter zu verbessern. Die militärischen Einheiten sollen Module und Komponenten künftig nach Bedarf beschaffen und konfigurieren – und so noch flexibler auf die Anforderungen des jeweiligen Einsatzes reagieren können.
Besonders effektive Einsatzkonzepte werden über das Programm „Army of Drones Bonus” systematisch in die Breite gebracht. Auf der Plattform „Brave1 Market” können die Truppenteile bereits 13 Modelle bodengebundener Robotersysteme mit sogenannten „Combat Points” beschaffen – schnell, transparent und an dem ausgerichtet, was die Front tatsächlich erfordert.
Einmal mehr zeigt diese Entwicklung, welch starken Innovationsschub der Ukraine-Krieg unbemannten Systemen gibt – in der Luft und zunehmend auch am Boden.
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