Kampfdrohnen aus der Ukraine für Tests in den USA: Absichtserklärung ebnet Weg zu engerer Kooperation
Ukrainische Kampfdrohnen sollen zur Erprobung durch das US-Militär in die USA kommen. Laut RFE/RL ist es das erste Abkommen dieser Art – und es könnte später auch eine gemeinsame Produktion auf US-Boden ermöglichen.

Eine gemeinsame Absichtserklärung von USA und Ukraine soll den Weg für eine deutlich engere Zusammenarbeit bei unbemannten Systemen und Kampfdrohnen frei machen. Einem Bericht von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) zufolge sollen ukrainische Luft-, Boden- und Seedrohnen künftig in die USA exportiert werden, damit das US-Militär sie testen und bewerten kann.
Es handle sich um das erste Abkommen dieser Art zwischen den beiden Ländern, berichtet RFE/RL unter Berufung auf Quellen, die mit der Vereinbarung vertraut sind. Vorerst gehe es nicht um eine direkte Beschaffung. Vielmehr sollen ukrainische Drohnenplattformen systematisch erprobt werden; die Erfahrungen daraus sollen in künftige Beschaffungsprogramme des Pentagons einfließen, vor allem in die Initiative „Drone Dominance”.
Gemeinsame Produktion ukrainischer Kampfdrohnen möglich
Auf längere Sicht könnte die Kooperation allerdings deutlich darüber hinausgehen. Laut RFE/RL legt die Vereinbarung auch die Basis dafür, ukrainische Kampfdrohnen gemeinsam in den USA zu produzieren. Hintergrund: Das Pentagon interessiert sich stark für die günstigen ukrainischen Systeme, die unter realen Gefechtsbedingungen erprobt sind und sich im Krieg gegen Russland bewährt haben.
Gleichzeitig bauen beide Länder ihre industrielle Zusammenarbeit aus. Kürzlich haben der US-Schiffbauer Reconcraft und der ukrainische Drohnenentwickler Uforce vereinbart, die kampferprobten Magura-Seedrohnen in den USA zu fertigen. Perspektivisch soll die Produktion auf mehrere hundert bis tausend Systeme pro Jahr steigen; künftig könnte damit auch die US Navy beliefert werden.
Washington erhält durch die Kooperation schneller Zugang zu innovativer Drohnentechnologie. Die Ukraine wiederum bindet ihre Rüstungsindustrie weiter in westliche Liefer- und Produktionsketten ein.
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