Kampfdrohnen aus China: DR Kongo beschafft drei Wing Loong II bei Catic
Kinshasa setzt im Osten des Landes auf Luftunterstützung aus Peking: Drei Wing Loong II sollen den Streitkräften im Kampf gegen die M23-RDF/AFC-Rebellen helfen. Es ist nicht die erste Lieferung chinesischer Kampfdrohnen an die DRK.

Drei Kampfdrohnen vom Typ Wing Loong II kauft die Demokratische Republik Kongo (DRK) beim chinesischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Catic. Gestärkt werden sollen damit die militärischen Fähigkeiten im Osten des Landes, wo die DRK gegen die M23-RDF/AFC-Rebellen kämpft – eine Gruppe, die Kinshasa als terroristische Organisation einstuft.
Präzisionsschläge und eine große Flugdauer von bis zu 20 Stunden zeichnen die Wing Loong II aus. Die unbemannten Fluggeräte tragen eine Nutzlast von 480 Kilogramm und können damit feindliche Stellungen und Nachschublinien gezielt angreifen.
Genau hier setzt die DRK an: Operationen und Vormarsch der M23-Gruppe sollen gestört werden. Als taktisches Mittel sollen die Drohnen helfen, wieder an Fahrt zu gewinnen – in einem Konflikt, den Rückschläge für die Streitkräfte der DRK (FARDC) und die mit ihnen verbündeten Wazalendo-Milizen prägen.
Kampfdrohnen gegen den Vormarsch der M23
Ausgehandelt wurde die Anschaffung mit Catic. Sie gehört zu einer umfassenderen Strategie, mit der die DRK ihre militärischen Kapazitäten stärken will. Hintergrund ist der seit Jänner dieses Jahres anhaltende Konflikt mit der von Ruanda unterstützten M23-Gruppe, die seither wichtige Städte wie Goma und Bukavu kontrolliert.
Chinesische Drohnen sind für das afrikanische Land nichts Neues. Neun CH-4-Drohnen aus chinesischer Produktion gingen in den Jahren 2023 und 2024 an die DRK. Eine davon schossen die M23-Rebellen im Jänner ab, sodass die drei Wing Loong II nun ein Arsenal von acht CH-4 ergänzen. Wegen der längeren Flugdauer und der höheren Feuerkraft erwarten sich die FARDC von der Wing Loong II ein Upgrade, das die Gegenoffensive unterstützen soll.
Zuerst die CH-4, jetzt die Wing Loong II: Mit jeder weiteren Beschaffung macht sich die DRK stärker von chinesischer Militärtechnik abhängig, und Peking gewinnt im Land an Einfluss.
Chinas Anteil am weltweiten Drohnenexport
Weltweit nimmt die Bedeutung chinesischer Drohnen ebenfalls zu. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut gibt an, dass CASC, CAIG und andere wichtige chinesische Drohnenhersteller in den vergangenen zehn Jahren 282 Kampfdrohnen an 17 Länder verkauft haben. Die USA kamen im selben Zeitraum auf zwölf solcher Drohnen.
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