Militärdrohnen für die polnische Marine: Shield AI liefert MQ-35A V-Bat
Polen kauft Militärdrohnen vom Typ MQ-35A V-Bat bei Shield AI, der Auftrag umfasst rund 16 Millionen US-Dollar. Von Schiffen aus sollen die senkrecht startenden Systeme aufklären und kritische Infrastruktur schützen – Fähigkeiten, die in der Ostsee an Bedeutung gewinnen.

Für seine Marine bestellt Polen Militärdrohnen beim US-Unternehmen Shield AI, und zwar mehrere unbemannte Luftfahrtsysteme des Typs MQ-35A V-Bat. Rund 16 Millionen US-Dollar (13,8 Millionen Euro) umfasst der Auftrag; geliefert werden soll noch bis Jahresende.
Sobald die Integration abgeschlossen ist, starten die V-Bat-Drohnen von Schiffen der polnischen Marine. Im Mittelpunkt stehen Aufklärung, Überwachung und Lagebilderstellung (ISR), außerdem soll das System kritische Infrastruktur sowie wichtige See- und Kommunikationswege schützen.
Wie die Militärdrohnen ohne Startbahn auskommen
Nur wenige Drohnensysteme dieser Klasse beherrschen wie die V-Bat Senkrechtstart und -landung (VTOL) und wurden eigens für den Bordeinsatz konzipiert. Eine Startbahn oder ein Katapult braucht das System daher nicht, selbst kleine Decks genügen für den Betrieb.
Shield AI betont vor allem, dass die Drohne auch dann einsatzfähig bleibt, wenn GPS gestört ist, elektronische Kampfführung betrieben wird oder Kommunikationsverbindungen nur eingeschränkt verfügbar sind. Gegen russische Störmaßnahmen habe sich das System im Ukraine-Krieg bereits als widerstandsfähig erwiesen.
V-BAT hat seine Fähigkeiten in der Ukraine und darüber hinaus bewiesen, insbesondere in Umgebungen, in denen Kommunikations- und GPS-Verbindungen gestört oder nicht verfügbar sind.— Ryan Tseng, Präsident von Shield AI
Vor allem in der Ostsee werden solche Fähigkeiten wichtiger: Die NATO-Staaten sind dort mit immer mehr hybriden Bedrohungen konfrontiert, die sich gegen Energie- und Kommunikationsinfrastruktur richten.
Mehrere Streitkräfte nutzen die V-Bat bereits. Unter anderem fiel die Wahl der US-Küstenwache auf das System, außerdem wurde es auf zahlreichen Schiffsklassen der US Navy getestet. In den vergangenen Jahren entschieden sich zudem Japan, die Niederlande und Rumänien dafür. Die niederländischen Streitkräfte orderten 2025 zunächst zwölf Systeme, die maritime Aufklärungsmissionen unterstützen sollen.
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