UGV „Varkhan”: Ukraine lässt unbemannten Lastesel an die Front
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat den UGV „Varkhan” offiziell kodifiziert. Die 4×4-Plattform transportiert mehrere hundert Kilogramm Nutzlast bis zu 37 Kilometer durch Gelände und erweitert das wachsende Portfolio unbemannter Landfahrzeuge der Streitkräfte.

Waffen, Munition, Ausrüstung und Versorgungsgüter sollen künftig ohne Fahrer an die Front gelangen: Das unbemannte Landfahrzeug (UGV) „Varkhan” hat vom ukrainischen Verteidigungsministerium die offizielle Zulassung erhalten. Die Plattform bietet Allradantrieb, eine Nutzlast von mehreren hundert Kilogramm und eine Geländereichweite von bis zu 37 Kilometern.
Hinter der Entwicklung steht ein ukrainisches Rüstungsunternehmen, das konkrete Anforderungen der Truppe umsetzte. Gefragt war ein Fahrzeug für logistische Aufgaben unter schwierigen Einsatzbedingungen – möglichst vielseitig, robust und einfach zu warten.
Technisch basiert „Varkhan” auf einem 4×4-Fahrwerk mit Einzelradantrieb und abhängiger Federung; die Bodenfreiheit liegt bei mehr als 200 Millimetern. Schlamm, Sand und schweres Gelände soll die Plattform damit bewältigen. Die Reichweite im Gelände gibt das ukrainische Verteidigungsministerium mit bis zu 37 Kilometern an – mit Zuladung.
Wechselakkus und einfache Wartung für den UGV
In Erprobungen bewegte das Fahrzeug mehrere hundert Kilogramm Ladung über Distanzen von mehreren Dutzend Kilometern. Längere Einsätze bei weniger Stillstandszeiten sollen wechselbare Akkus ermöglichen.
Robustheit und einfache Bedienung standen für die Entwickler im Vordergrund: Ersatz- und Verschleißteile sollen leicht verfügbar bleiben, Wartungsarbeiten ohne großen Aufwand möglich sein. Für Steuerung und Kommunikation sind mehrere Systeme an Bord.

„Varkhan” ist zugleich Baustein eines umfassenderen Ökosystems für unbemannte Landfahrzeuge, zu dem T-Bone-Bodenstationen, Antennen, Masten, Repeater und weitere Komponenten zählen. Kombiniert sollen sie integrierte Lösungen für die Steuerung unbemannter Systeme und stabile Kommunikationsverbindungen ergeben.
Nach der offiziellen Kodifizierung darf „Varkhan” nun die ukrainischen Streitkräfte versorgen. Das Portfolio unbemannter Landfahrzeuge der Ukraine wächst damit weiter – erst zuletzt hatte das Verteidigungsministerium den Aufklärungs- und Kampf-UGV Zmiy Mini Strike zugelassen.
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