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Unmanned Systems / Aerial Drones

Zieldrohne Delta B-15 von Rheinmetall: Qinetiq absolviert Erstflug für die Bundeswehr

In Todendorf ist die Delta B15 auf dem Truppenübungsplatz erstmals erfolgreich im Uncrewed Aerial Training Services (ATS) geflogen. Die Zieldrohne von Rheinmetall soll künftig das Training der bodengestützten Luftverteidigung (GBAD) der Bundeswehr unterstützen.

Qinetiq & Rheinmetall: Delta B-15 für die Bundeswehr
© Rheinmetall

Erstmals erfolgreich in der Luft war die Delta B15 kürzlich in Todendorf: Auf dem dortigen Truppenübungsplatz flog Qinetiq Deutschland die Zieldrohne von Rheinmetall. Der Flug fand im Rahmen des ATS-Programms der Bundeswehr statt, des Uncrewed Aerial Training Services.

Schon davor hatte die Delta B-15 in der Schweiz gezeigt, was sie kann: bei einem scharfen Schießen (Live-Firing) mit dem Skyranger-System von Rheinmetall. Das gab der Konzern auf Social Media bekannt.

Der Flug war aus Sicht von Qinetiq „ein wichtiger Schritt in der Partnerschaft von Qinetiq und Rheinmetall im Bereich der bodengestützten Luftverteidigung” (GBAD). Die Bundeswehr hat die Delta B15 nach Angaben des Unternehmens ausgewählt, um ihre neuen Anforderungen an GBAD zu erfüllen. Laufende Aktualisierungen sollen die Drohne auf neue Bedrohungen einstellen – etwa auf den im Ukraine-Krieg häufigen Einsatz von Shahed-Einwegdrohnen.

Eckdaten der Zieldrohne

Rheinmetall nennt für die Delta B-15 eine Spannweite von 1,5 Meter und eine Länge von 1,7 Meter; schnell ist sie mit bis zu 180 km/h. Bei 15 Kilogramm Eigengewicht kann sie eine Nutzlast von bis zu fünf Kilogramm aufnehmen. Gedacht ist sie für das Training der Luftverteidigung, wobei sie einer gängigen Angriffsdrohne ähnelt. Erfüllen soll sie die Anforderungen der NATO ebenso wie jene der Partnerstaaten der European Sky Shield Initiative (ESSI). Zudem soll sie den Systemen, die derzeit in Deutschland stationiert sind, ein wichtiges Training ermöglichen.

Was Qinetiq und Rheinmetall sich von der Kooperation erwarten

Seitens Qinetiq äußerte sich Matthias Grögor, dort Head of Strategic Business Development: „In Zusammenarbeit mit Rheinmetall kann Qinetiq seine Marktposition in den relevanten Beschaffungsprogrammen unserer Kunden in Deutschland ausbauen. Das heißt, wir bereiten uns schon heute aktiv auf neu zu beschaffende Waffensysteme vor, immer mit Blick auf aktuelle Bedrohungen und einen Ausblick auf das Jahr 2035. Die Kooperation ist Teil unseres ganzheitlichen Global Threat Representation Life Cycle-Ansatzes, den wir bei Qinetiq weltweit als Dienstleister in Übungen von der Einsatzanalyse bis zur Implementierung umsetzen.”

Für Rheinmetall sprach der Geschäftsführer der Rheinmetall Technical Publications GmbH (Business Unit Rheinmetall Product and Airborne Solutions), Mark Robert Henning: „Wir sind dankbar, dass Qinetiq uns mit der Lieferung der neuen Zieldrohnen beauftragt hat, die eine aktive Rolle in der europäischen Sky Shield Initiative spielen. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit in diesem Bereich zu intensivieren, basierend auf unserer umfangreichen Erfahrung mit Ziellösungen für bodengestützte Luftverteidigungsübungen einerseits und unbemannte Systeme andererseits.”

Zum Schluss hielt Henning fest: „Die Komplexität und Vielfalt der Bedrohungen aus der Luft entwickeln sich ständig weiter. Wir bei Rheinmetall antizipieren diese Entwicklungen kontinuierlich und entwickeln Lösungen, um ihnen zu begegnen.”

Fotocredits

© Rheinmetall
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