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Industry News

Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Fokus: „DroneVation & Defence 2026“ wächst in Wien weiter

Mehr als 1.000 Besucher, zwei Bühnen, Vorträge von Bundesheer, Industrie und ukrainischen Praktikern: Das Symposium in Wien spannte den Bogen von Drohnenabwehr über elektronische Kampfführung bis zu den Lehren aus der Ukraine.

"DroneVation & Defence 2026": Vienna under the sign of drones and air defense
© Sebastian Freiler/Daniel Auer

Die „DroneVation & Defence 2026” in Wien ist weiter gewachsen, und zwar eindrucksvoll: Mehr als 1.000 Besucher kamen, rund 80 Unternehmen stellten aus, über 50 Speaker traten auf zwei Bühnen auf. Schon die Premiere im Vorjahr verlief erfolgreich. Diesmal war das Symposium erneut ein stark nachgefragter Branchentreff – und wurde endgültig zur Plattform, auf der Streitkräfte, Behörden, Industrie, Forschung und Start-ups die Zukunft von Drohnen und Drohnenabwehr diskutierten.

Ausgestellt haben große Industrienamen wie Rheinmetall, Quantum Systems, Shield AI, Thales, Lockheed Martin, General Atomics, Aaronia, Elbit Systems, Frequentis, Securiton, Rafael und zahlreiche weitere Unternehmen; im Vordergrund stand aber vor allem der inhaltliche Austausch. Das Themenspektrum umfasste militärische Beschaffung, Multi-Domain Operations, elektronische Kampfführung und den Schutz kritischer Infrastruktur, außerdem Loitering Ammunition, Drohnenabwehr (Counter-UAS) gegen unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS), Systeme der Klasse MALE (mittlere Flughöhe, lange Flugdauer; Medium Altitude, Long Endurance) sowie die operativen Lehren aus der Ukraine.

Drohnen gehören fix zur Sicherheitspolitik

Jürgen Zacharias, Chefredakteur und Herausgeber von Militär Aktuell, zieht folgende Bilanz: „Die DroneVation 2026 hat gezeigt, wie groß der Bedarf an Austausch zwischen Streitkräften, Industrie, Forschung und Behörden mittlerweile geworden ist. Drohnen und Drohnenabwehr sind längst kein Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Sicherheits- und Verteidigungspolitik”.

„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer

Die Entwicklung des Formats hebt auch Matthias Heigl hervor, Geschäftsführer von Militär Aktuell: „Die Mischung aus internationalen Konzernen, innovativen Start-ups und spezialisierten Zulieferern hat die DroneVation 2026 besonders spannend gemacht. Genau diese Vielfalt braucht Europa derzeit im Defence- und Sicherheitsbereich.”

Videobotschaft der Verteidigungsministerin zum Start

Die Eröffnung übernahm Jürgen Zacharias zusammen mit den Moderatoren Marcel Taschwer und Stefan Tesch. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner wandte sich per Videobotschaft an das Publikum und betonte, das Österreichische Bundesheer investiere laufend in moderne Fähigkeiten – sowohl für den Einsatz aus der Luft als auch gegen Bedrohungen von dort. Als konkretes Beispiel führte sie an, dass 36 Skyranger-Systeme von Rheinmetall Air Defence für den Pandur Evolution beschafft werden, und zwar in Zusammenarbeit mit GDELS-Steyr. Damit unterstrich sie, dass Beschaffung, Wertschöpfung in der Industrie und operative Notwendigkeit immer stärker gemeinsam gedacht werden.

„Aufgrund der geopolitischen Weltlage haben sich auch die Bedrohungen durch unbemannte Systeme als auch die Art und Weise der neuen Kriegsführung stark verändert und mehr denn je ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt”, sagte Tanner. Mit Blick auf die vielen österreichischen Unternehmen, die auf der „DroneVation & Defence” vertreten waren, fügte sie hinzu: „Das zeigt auch, dass die rot-weiß-rote Industrie und Wirtschaft auch in diesem Fachgebiet über große Stärken verfügt.”

Wie das Bundesheer seine Fähigkeiten entwickelt

Danach hielt Arnold Kammel, Generalsekretär im Bundesministerium für Landesverteidigung, eine Keynote. Er umriss, in welchem strategischen Rahmen sich der Tag bewegte, und stellte zwei Punkte ins Zentrum: welche Rolle Drohnen und ihre Abwehr sicherheitspolitisch spielen und was aktuelle Konflikte lehren.

Generalleutnant Harald Vodosek, Rüstungsdirektor des Bundesheeres, knüpfte daran an. Er legte dar, wie technologische Innovationen, Multi-Domain Operations und neue Bedrohungsszenarien die Fähigkeitsentwicklung des Bundesheeres im Investitionsplan „Bundesheer 2032+” bestimmen – von Luftverteidigung und Drohnen bis zu vernetzten, resilienten Strukturen. Vodosek kündigte an: „Heuer wird es einen Vertragsabschluss für ein umfassendes Drohnenabwehrsystem geben. Zudem bekommen wir durch die Neubeschaffung des M-346 Jettrainers ein System, das in einem bestimmten Flugbereich auch gegen Drohnen eingesetzt werden kann. Wir bereiten uns also gut vor – und werden täglich besser”.

„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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"DroneVation & Defence 2026": Vienna under the sign of drones and air defense
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
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„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer

Luftkrieg, Multi-Domain Operations und Erfahrungen aus Konflikten

Bereits am Vormittag zeigte sich: Längst geht es in der Debatte nicht mehr um einzelne Plattformen, sondern darum, wie Sensorik, Effektoren, Führung, Datenverarbeitung und industrielle Skalierung zusammenspielen.

Per Videobotschaft äußerte sich US Navy General Bob Harward, der inzwischen in der Privatwirtschaft tätig ist. Aus Sicht eines operativen Kommandeurs erörterte er, was Drohnen, Drohnenabwehr-Systeme, Autonomie und die Fähigkeit zum Bündnis in Konflikten der Zukunft bedeuten.

Wie sich militärische Drohnenoperationen künftig entwickeln, beleuchtete Generalmajor Gerfried Promberger aus seiner Sicht; er ist Kommandant der Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres.

Lockheed Martin stellte Luftoperationen der nächsten Generation in den Mittelpunkt: Darin dient die F-35 im Luftraum als vernetzter Knoten und kann sowohl mit bemannten Kampfflugzeugen als auch mit unbemannten Systemen zusammenwirken. Michael Edelstein, ein Generalmajor a. D. der israelischen Streitkräfte, berichtete für Elbit Systems, welche Erfahrungen er mit MALE-Plattformen in den Konfliktzonen der Gegenwart gemacht hat.

Auf besonders großes Interesse stieß Oberst Markus Reisner, der das Institut für Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie leitet. Mit Beispielen aus der Ukraine und dem Nahen Osten machte er deutlich, welchen Wandel Drohnen bei Taktik und Operationsrhythmus bewirken und wie sie Kosten, Masse und Präzision neu gewichten. Dass danach eigens eine Q&A-Session folgte, unterstrich zusätzlich, wie relevant dieser Themenblock ist.

Souveränität durch Drohnen

Am Nachmittag widmete sich die deutsche Sicherheitspolitikexpertin Ulrike Franke der Renaissance kabelgebundener Drohnen in Räumen, die elektronisch umkämpft sind. Welche Fähigkeiten die Schweiz heute und künftig entwickelt, erläuterte Thomas Rothacher, stellvertretender Rüstungschef der Schweizer Armee.

Quantum Systems und Stark, deutsche Hersteller von Drohnen und Loitering Ammunition, thematisierten in ihren Keynotes unter anderem, wie sich unbemannte Systeme in Multi-Domain Operations koordinieren lassen und welche Rolle weltraumgestützte Dienste als Grundlage des künftigen unbemannten Gefechtsfelds spielen.

„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
„DroneVation & Defence 2026“: Wien im Zeichen von Drohnen und Luftverteidigung
© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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© Sebastian Freiler/Daniel Auer

Ein Panel mit Ulrike Franke, Oberst Thomas Kettinger, Gili Perl und Richard Weitz, geleitet von Mark Pfeiffer von Shield AI, ging der Frage nach, wie Europa die Lehren aus aktuellen Konflikten in eine belastbare Doktrin, strategische Souveränität und eine Abschreckung umsetzen kann, die glaubwürdig ist.

Drohnenabwehr bei Polizei, Infrastruktur und Start-ups

Zeitgleich lag der Schwerpunkt auf der zweiten Bühne auf behördlichen, zivilen und industriepolitischen Perspektiven. Über den Einsatz und die Abwehr von Drohnen im polizeilichen Umfeld sprach Bernhard Treibenreif, Kommandant des Einsatzkommandos Cobra. Tobias Lehmann von Rheinmetall Air Defence erläuterte, warum klassische Flugabwehr und Drohnenabwehr (C-UAS) eng verzahnt werden müssen, und Stephan Kraschansky von Aaronia Austria ging auf die rasante Weiterentwicklung der elektronischen Kampfführung ein.

Tiefer Einblick in den Drohnenkrieg in der Ukraine

Ein Höhepunkt des Programms war der Deep Dive „Ukraine Boot Camp – Inside the Ukrainian Drone War”. Auf der Bühne standen dabei Max Pollak, Leiter der ukrainischen Hilfsorganisation 3XM – Green Cross MedEvac, sowie Oberstleutnant R. Toni Pfaffenbauer und Mykyta Puz von der 12. Spezialkräftebrigade „Azov” der Nationalgarde der Ukraine. Mit dabei war auch Oleksii Rudenko, der eine Flugabwehreinheit der ukrainischen Streitkräfte kommandiert.

Zum Abschluss die Sicht der Beschaffer

Den Abend beschloss ein Fireside Talk, in dem Jürgen Zacharias mit Bundesheer-Rüstungschef Generalleutnant Harald Vodosek und dessen Schweizer „Pendant” Thomas Rothacher sprach. Danach blieb auf der „DroneVation & Defence” viel Raum, um Gespräche zu vertiefen, zu netzwerken und zahlreiche Diskussionen aus dem Bühnenprogramm fortzusetzen.

Eindrucksvoll führte die Veranstaltung damit vor Augen, wie breit das Themenfeld unbemannter Systeme inzwischen ist. Sichtbar verzahnt waren in Wien Erfahrungen aus dem Ukraine-Einsatz, Luftoperationen des Militärs, das Abwehren von Drohnen, elektronische Kampfführung, CBRN-Aufklärung, kritische Infrastruktur und ihr Schutz, die Förderung von Start-ups sowie die Skalierung der Industrie.

Fotocredits

© Sebastian Freiler/Daniel Auer
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Die Woche der unbemannten Systeme.