Unbemannte Landsysteme für die NATO-Ostflanke: ARX Robotics kündigt auf der MSPO Expansion nach Polen an
Eigene Gesellschaft, geplanter Hauptsitz, Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe: ARX Robotics bringt unbemannte Landsysteme und seine Erfahrungen aus der Ukraine nach Polen – in den vierten Markt des Unternehmens.

ARX Robotics geht nach Polen. Bekanntgegeben hat das europäische Unternehmen für Verteidigungstechnologie, das unbemannte Landsysteme entwickelt, diesen Schritt auf der Kielcer Verteidigungsmesse MSPO. Er verlängert den bisherigen Wachstumskurs auf dem Kontinent und verstärkt zugleich die Präsenz von ARX an der NATO-Ostflanke.
Gesellschaft, Hauptsitz und Millioneninvestitionen
Zunächst wurde eine polnische Gesellschaft gegründet. Danach will ARX Robotics einen dauerhaften Hauptsitz aufbauen und eigene Einrichtungen schaffen, in denen polnische Einsatzkräfte ausgebildet und technisch unterstützt werden und Instandhaltung erhalten.
Geplant sind bis Jahrzehntende Investitionen, die sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen, sowie hoch qualifizierte neue Arbeitsplätze. Langfristig möchte ARX ein fester Bestandteil des polnischen Verteidigungsökosystems werden. Der Weg dorthin führt über eine enge Kooperation mit den polnischen Streitkräften, mit Regierung und Industrie; dabei wird ausgelotet, wie sich autonome Landsysteme dort einsetzen, produzieren und auf lange Sicht im Einsatz unterstützen lassen.
Unbemannte Landsysteme: Lehren aus der Ukraine
Der Ansatz stützt sich auf das, was ARX Robotics in der Ukraine erfahren hat. Militärische Anwender arbeiten dort eng mit dem Unternehmen zusammen: Es bildet sie aus, übernimmt Wartung und Instandhaltung und passt die Systeme fortlaufend an das an, was aus dem Einsatz zurückgemeldet wird.
Polen eingerechnet, wird das Unternehmen künftig in drei der fünf größten Verteidigungsmärkte Europas aktiv vertreten sein; hinzu kommt seine umfassende Präsenz in der Ukraine.
Polen steht an vorderster Front der europäischen Sicherheit und zeigt Entschlossenheit, Geschwindigkeit und den industriepolitischen Anspruch, den Europa jetzt braucht. Angesichts der zunehmenden russischen Aggression gegenüber unseren Freunden und Verbündeten entlang der NATO-Ostflanke ist jetzt der richtige Zeitpunkt, unser Engagement in Polen weiter zu vertiefen— Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer von ARX Robotics
Als unser vierter Markt ist Polen ein wichtiger Schritt für das Wachstum unseres Unternehmens. Wir wollen hier langfristig Fähigkeiten aufbauen, die polnischen Streitkräfte unterstützen und Teil der polnischen verteidigungsindustriellen Basis werden. Unsere Erfahrungen in der Ukraine haben gezeigt, wie schnell sich die moderne Kriegsführung weiterentwickelt. Diese Erkenntnisse wollen wir mit den polnischen Streitkräften und NATO-Truppen teilen und damit die Abschreckungsfähigkeit dort stärken, wo sie am dringendsten benötigt wird.— Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer von ARX Robotics
Gereon-Fahrzeuge in großer Zahl
Das Unternehmen entwickelt softwaredefinierte unbemannte Landsysteme; Zielgruppe sind Streitkräfte in Europa und verbündeten Staaten. In der Ukraine werden die unbemannten Bodenfahrzeuge aus der Gereon-Familie zahlreich genutzt. Mit den ukrainischen Streitkräften kooperiert ARX dort unmittelbar, um die Systeme an die operativen Anforderungen anzupassen und weiterzuentwickeln.
Die Lehren aus der Ukraine nimmt ARX Robotics mit in die weitere Kooperation mit der NATO und den Streitkräften Europas. Entwickelt werden etwa autonome Systeme für Aufklärung, Logistik und Verwundetentransport sowie für andere Aufgaben, bei denen unbemannte Plattformen Soldatinnen und Soldaten einem geringeren Risiko aussetzen und gleichzeitig die Masse verfügbarer Systeme steigern können.
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