Bodendrohne zur Drohnenabwehr: HT Division und MKE verbinden Katica-Plattform mit Tolga-System
Ein ungarisch-türkisches Vorhaben, besiegelt auf der Saha Expo 2026 in Istanbul: Die Bodendrohne soll Radar, Störsystem, Laserwaffen und Geschütze tragen und Ziele auch während der Fahrt bekämpfen.

Eine Absichtserklärung über die gemeinsame Entwicklung einer Bodendrohne für die Drohnenabwehr haben zwei Firmen auf der Saha Expo 2026 in Istanbul unterzeichnet, einer internationalen Messe für Verteidigungs- und Luftfahrttechnik: das ungarische Unternehmen HT Division Zrt. und das türkische Rüstungs- und Industrieunternehmen Makine ve Kimya Endüstrisi (MKE) A.Ş.
Kern der strategischen Partnerschaft ist es, das Tolga Close-In Air Defense System von MKE (Kurzstrecken-Luftverteidigung, SHORAD) in die vielseitige Katica-Plattform von HT Division für unbemannte Landfahrzeuge (UGV) zu integrieren.
Was die Bodendrohne an Bord hat
Grundlage der neuen Landdrohne ist die sechsrädrige Katica-Plattform von HT Division, kombiniert mit Tolga, dem türkischen Kurzstrecken-Luftabwehrsystem. Integriert sind ein Gökbörü AESA-Radar zur Überwachung über 360 Grad, ein elektronisches Störsystem, Laserwaffen und automatisierte Geschütze, die spezielle Munition zur Drohnenabwehr verschießen. Eine fortschrittliche Stabilisierung soll es ermöglichen, Ziele zu bekämpfen, während das UGV fährt – so wird die mobile SHORAD-Fähigkeit maximiert.
Das ungarische Unternehmen hob hervor: „Dieses Abkommen stellt einen bedeutenden Meilenstein für HT Division dar, um einsatzbereite, autonome Lösungen für europäische und internationale Sicherheitskräfte bereitzustellen. Durch die Kombination der Katica-UGV-Plattform mit dem Tolga-System von MKE liefern wir einen strategischen Kraftmultiplikator, der kritische Lücken auf dem Gefechtsfeld schließt”.
Darüber hinaus festigt die Partnerschaft die industriellen Beziehungen zwischen Ungarn und der Türkei. Beide Seiten unterstreichen damit ihr gemeinsames Engagement für Innovation, Interoperabilität und die Weiterentwicklung autonomer Kampfsysteme.
Fotocredits
© VOP CZWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

