Drohnen-Startup Pleno geht an Stark: Berliner Spezialist für autonome Flugsteuerung übernommen
Navigationssoftware für Drohnen, die ohne Satellitenempfang auskommen: Mit dem Berliner Drohnen-Startup Pleno holt Stark Know-how für KI-gesteuerte Autonomie und Schwarmverhalten ins Haus – auch für die Virtus-Plattform.

Stark, ein europäisches Defence-Tech-Unternehmen, kauft mit Pleno ein Berliner Drohnen-Startup, das als Pionier für autonome Flugsteuerung kosteneffizienter Drohnen gilt. Wie Stark mitteilt, soll der Zukauf die eigenen Kompetenzen bei Autonomie, Schwarmverhalten und präziser Zielansteuerung künftig entscheidend erweitern.
Gegründet haben das Start-up Nino Lindenberg und Ngurah Linggih im August 2023. Sein Produkt war Navigationssoftware, mit der Drohnen selbst dann verlässlich arbeiten, wenn kein Signal eines globalen Satellitennavigationssystems (GNSS) empfangen wird. Pleno wurde schon mehrfach prämiert, unter anderem mit Platz eins in der Dronetech Challenge von Bitkom und dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, vergeben im Rahmen der Berlin Security Conference 2024.
International bekannt wurde das junge Unternehmen spätestens, als es auf der XPonential in Houston (USA), dem weltweit größten Event rund um Autonomie, den Titel „Autonomous Hero” gewann.
Stark schreibt dazu in einer neuen Aussendung: „Mit den Simulations- und Entwicklungstools Pleno Sim und Pleno Lab bringt das Unternehmen hochentwickelte Werkzeuge für KI-gesteuerte Flugautonomie, Schwarmverhalten und Simulation ein”. Und weiter: „Technologien, die direkt in Starks Projekte zu Loitering Munition und autonomen Drohnenschwärmen, etwa im Rahmen der Virtus (OWE-V)-Plattform, einfließen werden.”
Das Drohnen-Startup als Ergänzung für Stark
Johannes Schaback, Mitgründer und CTO von STARK, betont: „Pleno ist die ideale Ergänzung für Stark – technologisch wie kulturell”. Er fügt hinzu: „Uns verbindet die Vision sicherer und effizienter Automatisierung bei Wirksystemen. Mit Pleno holen wir nicht nur führende KI-Kompetenz ins Haus, sondern auch ein Team mit Fokus, Ausdauer und Umsetzungsstärke. Wir freuen uns, Nino in der Stark-Familie willkommen zu heißen.”
In Deutschland wurde Lindenberg selbst militärisch ausgebildet. Plenos ersten funktionalen Prototyp entwickelte er in engem Schulterschluss mit einem ukrainischen Hersteller von KI-Modulen; über 300 Flugstunden sammelte er 2024 mit dem autonomen System.
Aus Sicht von Lindenberg gilt: „Der Zusammenschluss mit Stark ermöglicht uns, schneller zu skalieren, tiefer zu entwickeln und dort Wirkung zu erzielen, wo es zählt”. Und: „Gerade im Verteidigungsbereich sind KI-gesteuerte Autonomiesysteme der Schlüssel für skalierbare, sichere und präzise Wirksamkeit – in Szenarien, in denen Personal knapp und Anforderungen an Durchhaltefähigkeit und Wirkung hoch sind.”
Schwarmintelligenz ohne GNSS und Dauerfunk
Gemeinsam planen Stark und Pleno als nächste Schritte eine Schwarmintelligenz, die unabhängig von GNSS funktioniert – mit Systemen, die ihre Wirkung selbst bei fehlender dauerhafter Funkverbindung entfalten können. Denn moderne Konflikte verlangen nach einem immer höheren Grad an Automatisierung. Erklärtermaßen will Stark NATO und europäische Streitkräfte in ihren technologischen Fähigkeiten entscheidend voranbringen.
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