Camcopter S-100 für Griechenland: Hellenic Navy rüstet neue FDI-Fregatten mit Schiebel-Drohnen aus
Drei neue Fregatten der Belharra-Klasse, ein landgestütztes Schulungssystem und die ersten ausgebildeten Crews bis Frühjahr 2026: Mit dem Camcopter S-100 holt sich die griechische Marine österreichische Aufklärungstechnik an Bord.

Wenn es um unbemannte Aufklärung auf den neu gebauten Fregatten geht, greift die Hellenic Navy auf Technologie aus Österreich zurück. Griechenlands Marine hat den Vertrag zur Beschaffung des Camcopter S-100, eines unbemannten Luftfahrzeugsystems (UAS), unterzeichnet – öffentlich gemacht wurde das in Wien am 13. Februar. Ihren Platz finden die Systeme an Bord der neuen Frégate de Défense et d’Intervention (FDI) der Belharra-Klasse.
Konkret erhalten drei Schiffe die Drohnen: „HS Kimon”, „HS Nearchos”, „HS Formion”. Den Anfang macht die „HS Kimon”: Das Schiff traf im Jänner in Griechenland ein und wird schon im Frühjahr mit dem S-100 ausgestattet. Ein zusätzliches System bleibt an Land und dient Ausbildungs- und Trainingszwecken. Bis zum Frühjahr 2026 soll auch die erste Gruppe griechischer Crews fertig geschult sein.
Zeitlich gestaffelt kommen die zwei übrigen FDI-Fregatten hinzu – erwartet werden die „HS Nearchos” Ende 2026 und die „HS Formion” Anfang 2027. Weil Naval Group als Bauwerft die Schiffe schon auf eine Integration des S-100 vorbereitet hat, lassen sich die Systeme rasch einrüsten und einsatzbereit machen.
Was der Camcopter S-100 der Marine an Fähigkeiten bringt
An Bord der griechischen Systeme kommen eine Wescam MX-10 – eine Kamera für den Bereich elektrooptisch/infrarot (EO/IR) – und der Overwatch Imaging PT-8 Oceanwatch. So wächst das Fähigkeitsspektrum der Marine in mehreren Feldern: bei Umweltüberwachung, Suche und Rettung sowie maritimer Sicherheit, bei der Abwehr von U-Booten und bei der Kontrolle über die ausschließliche Wirtschaftszone (EEZ).
Als wichtigen Meilenstein wertet Hans Georg Schiebel, Chairman der Schiebel Group, den Auftrag: „Wir sind außerordentlich stolz, dass der Camcopter S-100 die UAS-Lösung der Wahl für die Hellenic Navy ist. Mit seiner bewährten maritimen Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Nutzlastkapazität wird der S-100 die Lagebilderweiterung für Kommandanten deutlich verbessern und die operativen Fähigkeiten der griechischen Überwassereinheiten weiter stärken.”
Immer mehr Marinen weltweit setzen auf das UAS aus österreichischer Entwicklung – mit seiner Wahl gehört nun auch Griechenland dazu. Einer Aussendung von Schiebel zufolge unterstreicht der Schritt zugleich einen Trend: unbemannte Systeme werden zum festen Bestandteil der Sensor- und Wirkkette moderner Überwasserkampfschiffe.
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