Drohnenkorps Österreich: Unterstützung mit zivilen Drohnen
Martin Held ist ehemaliger Jagdkommando-Soldat, ausgebildeter Linienpilot, Gründer und CEO vom Drohnen-Dienstleister Hero Aero – und seit Neuestem auch Initiator eines Vereins, der Großes will. Das Drohnenkorps Österreich (DKÖ) hat es sich zur Aufgabe gesetzt, zum Gemeinwohl Österreichs eine Schnittstelle zwischen Behörden, Einsatzorganisationen und Drohnenpiloten zu sein.

Martin Held ist ehemaliger Jagdkommando-Soldat, ausgebildeter Linienpilot, Gründer und CEO vom Drohnen-Dienstleister Hero Aero – und seit Neuestem auch Initiator eines Vereins, der Großes will. Das Drohnenkorps Österreich (DKÖ) hat es sich zur Aufgabe gesetzt, zum Gemeinwohl Österreichs eine Schnittstelle zwischen Behörden, Einsatzorganisationen und Drohnenpiloten zu sein.
Herr Held, was ist das Drohnenkorps Österreich und welche Idee steckt dahinter?
Das Drohnenkorps Österreich ist ein gemeinnütziger Verein. Die Grundidee ist, Österreich mit Drohnen zu unterstützen. Ausgangspunkt war die Überlegung: Wenn jemand – etwa bei einer Naturkatastrophe oder einer Vermisstensuche – plötzlich Drohnen, Personal, Ausrüstung und Know-how benötigt, stellt sich die Frage, wie diese Ressourcen überhaupt gefunden und organisiert werden können. Genau hier soll das Drohnenkorps ansetzen und eine Schnittstelle schaffen, über die vorhandenes Humankapital und vorhandene Technik zielgerichtet verfügbar gemacht werden.
Welche Lücke soll das Drohnenkorps schließen?
Viele Drohnen und Drohnenpiloten sind derzeit nicht organisiert oder miteinander vernetzt. Selbst Einsatzorganisationen kennen oft das vorhandene Potenzial nicht vollständig. Deshalb soll das Drohnenkorps helfen, diese Ressourcen zu bündeln und vorab Fragen zu klären: Wie kommuniziert man miteinander? Wie arbeitet man zusammen? Wie synchronisiert man sich im Einsatzfall? Der Verein könnte dadurch eine zentrale Schnittstelle werden, die vorhandene Möglichkeiten effizienter nutzbar macht.
Fähigkeiten und Leistungsbereiche des Drohnenkorps Österreich.




Wie ist das System organisatorisch gedacht – zentral oder regional?
Die Idee ist ausdrücklich nicht eine zentral gesteuerte Struktur. Stattdessen soll es eine starke regionale Einbindung geben. Geplant sind Zweigvereine beziehungsweise Landeskorps, die die lokalen Gegebenheiten besser kennen. Ein Landeskorps weiß zum Beispiel, welche Drohnen in einer Region vorhanden sind oder wo ungenutzte Ressourcen liegen. Die Plattform des Drohnenkorps könnte dabei unterstützende Aufgaben übernehmen, etwa bei rechtlichen Fragen zur Flugdurchführung, bei Versicherungen oder bei der Betreiberschaft im Einsatzfall.
Welche Aufgaben kann der Verein neben Einsätzen noch übernehmen?
Der Verein versteht sich nicht nur als Einsatzstruktur. Er kann auch beraten oder Projekte unterstützen. Ein Beispiel sind Anfragen von Jagdvereinen, bei denen Drohnen etwa für die Rehkitzrettung oder andere jagdliche Anwendungen eingesetzt werden. Hier könnte ein Verein Möglichkeiten aufzeigen oder auch Förderungen unterstützen. Ein erstes Projekt ist etwa die geplante Nutzung einer Drohne durch eine Gemeinde für unterschiedliche Zwecke wie Rehkitzrettung, Wildbach-Inspektionen oder Baustellendokumentation.
Welche zusätzlichen Möglichkeiten sieht der Verein durch den Einsatz von Drohnen?
Durch eine gemeinsame Nutzung können Synergieeffekte entstehen. Eine Drohne, die etwa für eine Gemeinde angeschafft wird, könnte auch von anderen Organisationen genutzt werden. Denkbar ist zum Beispiel auch, dass Personen, die selbst nicht mehr aktiv an Einsätzen teilnehmen können, Drohnen aus der Distanz steuern und damit weiterhin unterstützen. Dadurch könnten neue Formen der Zusammenarbeit entstehen und vorhandene Fähigkeiten besser genutzt werden.
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