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Unmanned Systems / Aerial Drones

Drohnenproduktion in Deutschland: Skyeton, Onberg und Ondas unterzeichnen MoU zum Raybird-UAS

Ukrainische Gefechtserfahrung trifft auf deutsche Präzisionsfertigung: Auf der ILA Berlin 2026 haben drei Unternehmen vereinbart, die Drohnenproduktion für Europa hochzufahren. Als erstes Projekt ist das Raybird-UAS von Skyeton vorgesehen.

Onberg und Skyeton
© Onberg

Ein Memorandum of Understanding (MoU) zum Ausbau der Drohnenproduktion haben Skyeton, Onberg Autonomous Systems und Ondas Autonomous Systems unterzeichnet. Die Partner wollen die Fertigung skalieren und unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) bereitstellen, die NATO-konform sind – und so dazu beitragen, dass Europas Verteidigungsbereitschaft wächst.

Den Rahmen für die Unterschrift bot die ILA Berlin 2026. Mit dabei: Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Leiter der Abteilung Rüstung im Bundesministerium für Verteidigung.

Basis der Zusammenarbeit ist eine gemeinsam erstellte Roadmap. In Deutschland soll demnach eine industrielle Plattform entstehen, um autonome Komponenten und Subsysteme zu entwickeln, zu industrialisieren, zu fertigen und zu vermarkten; eingebunden werden dabei die autonomen Onberg-Systeme, die Bestandteil eines Multi-Domain-Systems sind. Schnellere Fertigung und abgesicherte kritische Lieferketten der Verbündeten sollen es ermöglichen, zuverlässige UAS bereitzustellen – zugeschnitten auf das, was NATO und Europa operativ benötigen.

Dass eine Skalierung auf Ebene des Kontinents greifbar wird, führen die Partner auf das Zusammenspiel dreier Elemente zurück. Skyeton steuert sein gefechtserprobtes Raybird-UAS bei. Onberg bringt eine leistungsfähige industrielle Infrastruktur ein, gestützt auf skalierbare Serienfertigung, fortschrittlichste Elektronik und 175 Jahre Präzisionstechnik-Erfahrung von Heidelberg. Ondas wiederum verfügt über erwiesene Expertise bei autonomen Systemen, bei Plattformen für die Drohnenabwehr (Counter-UAS) und bei KI-gestützten Missionstechnologien.

Onberg und Skyeton
© Onberg

Raybird als Leuchtturmprojekt der Drohnenproduktion

Zum ersten Leuchtturmprojekt wird das gefechtserprobte Raybird-UAS von Skyeton, dessen Skalierung und Kommerzialisierung im Vordergrund stehen. Es handelt sich um ein modulares System mit großer Reichweite und hoher Einsatzdauer, gedacht für Aufklärung über lange Zeiträume und offen für nahtlose Erweiterungen in der Zukunft. Mit Raybird und weiteren autonomen Lösungen in größerer Stückzahl will die Partnerschaft ein vielseitiges und zukunftssicheres Portfolio schaffen, das auf veränderte Verteidigungsanforderungen ausgerichtet ist.

Schon bald soll in der Ukraine erprobt werden, wie der Raybird gemeinsam mit dem großen unbemannten Landfahrzeug (UGV) von HDAT funktioniert; diese Kombination ist Teil des Multi-Domain-Geschäfts, auf das die Partnerschaft abzielt. Zur Unterzeichnung äußerte sich Vizeadmiral Carsten Stawitzki so:

Indem wir ukrainische Gefechtserfahrung mit europäischer Fertigungsexzellenz und der technologischen Kompetenz unserer Verbündeten vereinen, stärken wir nicht nur unsere kollektive Sicherheit – wir bauen eine widerstandsfähige, souveräne verteidigungsindustrielle Basis in Europa auf.— Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Rüstung im Bundesministerium für Verteidigung

Auf die operative Dringlichkeit, aus der die Kooperation entstanden ist, ging Pavlo Shevchuk ein, der bei Skyeton als International CEO fungiert: „Der Krieg in der Ukraine hat die Paradigmen moderner Kriegsführung grundlegend verändert: Operative Resilienz, Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit sind nicht verhandelbar. In der Partnerschaft mit Onberg verbinden wir Skyeton‘s umfassende Erkenntnisse aus dem Gefecht und die bewährte Ausdauer unserer Systeme mit europäischer Fertigung auf Weltklasseniveau und modernster autonomer Technologie, um genau die Fähigkeiten zu liefern, die unsere Verbündeten brauchen.”

Diese Partnerschaft ermöglicht es Onberg, seine tiefe technologische Expertise sowie die industrielle Präzisionstradition von Heidelberg einzubringen, um Skyeton‘s im Einsatz bewährte Systeme auf kontinentalen Maßstab zu heben. Gemeinsam werden wir die Lücke zwischen der Dringlichkeit des Gefechtsfelds und der industriellen Stärke Europas schließen und NATO-konforme autonome Lösungen liefern, die Europa jederzeit kurzfristig einsetzen und auf die es sich verlassen kann.— Michael Wellenzohn, Mitglied des Advisory Board von Onberg und CEO der HD Advanced Technologies

Fotocredits

© Onberg
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