Kizilelma im Doppelpack: Zwei Prototypen fliegen erstmals gemeinsam autonom in Formation
Nach dem gemeldeten BVR-Abschuss setzt Baykar den nächsten Meilenstein: In Çorlu operierten zwei Kizilelma-Prototypen erstmals zugleich im Luftraum – geführt von einem autonomen „Combat Pilot“.

Zügig geht es bei der Entwicklung des türkischen unbemannten Kampfflugzeugs Bayraktar Kizilelma weiter. Zuletzt hatte Hersteller Baykar den weltweit ersten BVR-Abschuss (Beyond Visual Range) eines strahlgetriebenen Kampfflugzeugs durch ein unbemanntes Kampfflugzeug (UCAV) mit einer Luft-Luft-Lenkwaffe gemeldet. Nun folgte der nächste Meilenstein: Am Akinci Flight Training and Test Center in Çorlu führten im Zuge der laufenden Erprobung erstmals zwei Kizilelma-Prototypen gleichzeitig einen koordinierten Einsatz im Luftraum durch.
Beteiligt waren PT3 und PT5, also der dritte und der fünfte Prototyp. Beide hoben nacheinander ab und gingen gemeinsam auf Einsatzhöhe. Danach flogen die beiden unbemannten Kampfflugzeuge koordiniert in Formation. Die Steuerung übernahm ein autonomer „Combat Pilot”, dem von Baykar selbst entwickelte Smart-Fleet-Autonomiealgorithmen zugrunde liegen.
Was der Kizilelma-Formationsflug zeigt
Laut Hersteller wurde damit weltweit zum ersten Mal demonstriert, dass zwei unbemannte Kampfflugzeuge autonom einen engen Formationsflug absolvieren. Solche Manöver blieben bislang ausschließlich bemannten Kampfflugzeugen vorbehalten.
Mit dieser Fähigkeit können autonome Luftfahrzeuge hochkomplexe Luftoperationen selbstständig ausführen. Dabei positionieren sich mehrere unbemannte Plattformen autonom zueinander und erfüllen gemeinsame Missionen, geführt von einem einzelnen System. Das wäre ein entscheidender Schritt in Richtung vernetzter, unbemannter Luftkampfsysteme der nächsten Generation.
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