Loitering Munition von Stark: Cascade für große Reichweiten, Gambit für den Nahbereich
Gleich zwei Varianten der Loitering Munition bringt Stark: ein rohr- und kanistergestütztes System mit bis zu 100 Kilometern Reichweite und einen tragbaren Quadrocopter von 6 Kilogramm. Beide hängen an der Missionsführungssoftware Minerva.

Zwei neue Systeme präsentiert Stark heute. Cascade ist eine rohr- und kanistergestützte Loitering Munition, die über unterschiedliche Reichweiten präzise wirken soll. Gambit wiederum ist als tragbare Loitering Munition für Aufklärung und Überwachung (ISR) sowie für Wirkung im Nahbereich ausgelegt.
Beide Neuzugänge im Portfolio sollen dazu beitragen, die Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken und moderne Wirksysteme rasch zu skalieren.
Cascade: Loitering Munition aus Rohr, Kanister oder Container
Bei Integration und Einsatz zeigt sich Cascade flexibel: Möglich sind einzelne Startrohre, in Fahrzeuge und Boote integrierte Startkanister sowie stationäre oder mobile modulare Container-Lösungen. Je nach Konfiguration liegt die Reichweite zwischen 40 und 100 Kilometern; die Nutzlast beträgt bis zu 4,5 Kilogramm.
Ausgelegt ist das System auf sofortige Verwendung – verschossen werden kann es in weniger als einer Minute. Werden mehrere Effektoren koordiniert eingesetzt, lassen sich Hochwertziele bekämpfen oder gegnerische Abwehrsysteme mit gleichzeitigen Anflügen überlasten und so überwinden. Gestartet hat Stark Cascade bereits erfolgreich vom unbemannten Überwasserfahrzeug Vanta und damit gezeigt, dass sich das System dimensionsübergreifend integrieren lässt.
Gambit für die vorderste taktische Ebene
Parallel dazu zeigt Stark mit Gambit ein leichtes, tragbares System für Aufklärung (ISR) und Wirkung ganz vorne auf taktischer Ebene. Binnen weniger Minuten ist der faltbare Quadrocopter einsatzbereit. Erhältlich ist Gambit entweder als Aufklärungsdrohne oder als Wirkmittel, was Operateuren größtmögliche Flexibilität im Einsatz verschaffen soll.

Da das Gesamtgewicht bei 6 Kilogramm liegt, genügt eine einzelne Person für Transport und Einsatz. In der Aufklärungsvariante bleibt Gambit 50 Minuten im Einsatz und erreicht eine operative Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Die Wirkvariante trägt bis zu 2 Kilogramm Nutzlast und wirkt präzise auf Distanzen von bis zu 25 Kilometern.
Beide Systeme sind mit elektrooptischer und Infrarotsensorik ausgestattet und navigieren visuell, ohne auf ein globales Satellitennavigationssystem (GNSS) angewiesen zu sein. Dass sie auch in stark eingeschränkten elektromagnetischen Umgebungen einsatzfähig bleiben, sollen ein störresistenter europäischer Datenlink und – bei Gambit – eine optionale Glasfaserlenkung sicherstellen.
Johannes Schaback, Chief Technology Officer von Stark, verweist auf die Erfahrungen aus der Ukraine: „Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass militärische Überlegenheit heute nicht allein von Technologie abhängt“. Und weiter: „Entscheidend sind Systeme, die schnell produziert, flexibel angepasst und in großer Stückzahl eingesetzt werden können. Cascade und Gambit wurden genau für diese Anforderungen entwickelt.“
Über die Anbindung an Starks Missionsführungssoftware Minerva lassen sich Cascade und Gambit nahtlos in Operationen über mehrere Dimensionen hinweg einbinden. Minerva erlaubt es, mehrere unbemannte Systeme koordiniert im Schwarm sowie im Aufklärungs- und Wirkverbund einzusetzen. Die Basis für eine vernetzte, skalierbare und hochautomatisierte Nutzung unbemannter Systeme bilden KI-gestützte Funktionen für Zielerfassung, Zielverfolgung und Missionsführung.
Fotocredits
© StarkWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

