UGV gegen Starlink-Ausfall: Roboneers rüstet „Rys Pro” und „Rys+” mit WLAN-Antenne nach
Tunnel, Wald oder eine von einer FPV-Drohne getroffene Starlink-Einheit: Für solche Fälle stattet Roboneers seine UGV „Rys Pro” und „Rys+” mit einem zusätzlichen WLAN-Kanal aus. Das „Rys+” erhält außerdem Rotlicht für die Wartung bei Nacht.

Roboneers aus der Ukraine hat seine Bodenroboter „Rys Pro” und „Rys+” mit einer neuen Antenne für LTE und WLAN ausgestattet, wie der Hersteller mitteilte. Beide Systeme zählen zu den unbemannten Landfahrzeugen (UGV). Reißt der Satelliten- oder Mobilfunkempfang wegen Hindernissen ab – etwa wenn Starlink ausfällt –, soll die Antenne künftig zusätzliche Möglichkeiten zur Steuerung bieten. Die Reichweite des WLAN-Kanals liegt bei maximal 60 Metern.


Den Anstoß gaben laut Roboneers die Nutzer selbst:
Diese Anfrage erhielten wir direkt von den Teams, die unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs) einsetzen: Es gibt Streckenabschnitte – wie Tunnel oder bewaldete Gebiete –, an denen LTE- und Starlink-Signale schlichtweg nicht empfangen werden können, und der Verlust der Verbindung an solchen Orten birgt das Risiko, dass das Fahrzeug außer Kontrolle gerät. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass eine feindliche FPV-Drohne die Antenne treffen und die Starlink-Einheit außer Betrieb setzen könnte, während das UGV weiterhin einsatzfähig bleibt— Roboneers
In beiden Situationen bietet WLAN einen zusätzlichen Kommunikationskanal, über den ein Bediener, von einem anderen UGV oder sogar von einer Drohne aus, eine Verbindung zum Fahrzeug herstellen und die Kontrolle zurückgewinnen kann.— Roboneers
Zweiter Funkweg für das UGV
Über die Antenne lässt sich das Fahrzeug bei Bedarf außerdem per WLAN orten. Fällt die primäre Kommunikation zeitweise weg, kann das UGV auf diesem Weg wieder unter Kontrolle gebracht werden. Das Update tritt neben die bisherigen Funkwege beider Fahrzeuge – vor allem das digitale MESH-Netz und die Starlink-Standardausstattung, die in den meisten Einsatzlagen eine verlässliche Steuerung gewährleisten.
Das „Rys+”, von den ukrainischen Streitkräfte schon früher für den Einsatz zugelassen, erhielt zusätzlich einen Rotlichtprojektor. Wartungsarbeiten am fahrgestellmontierten Robotersystem sind damit auch nachts möglich, ohne die getarnte Stellung preiszugeben – mit gewöhnlichem weißem Licht wäre das anders.
Fotocredits
© oboronka.mezha.uaWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

