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Startups & Innovators / Ground Robotics

Bodendrohnen aus München: ARX Robotics holt 31 Millionen Euro in Series-A-Runde

HV Capital führt die Runde an, Omnes Capital, NATO Innovation Fund und Project A ziehen mit. Mit dem Geld will der Münchner Anbieter von Bodendrohnen die Produktion massiv ausbauen, in Europa expandieren und Mithra OS weiterentwickeln.

System von ARX Robotics im Einsatz
© ARX

31 Millionen Euro hat ARX Robotics in einer Series-A-Runde eingesammelt, die nun erfolgreich abgeschlossen ist. Lead-Investor ist HV Capital; Omnes Capital beteiligt sich, und auch die Bestandsinvestoren NATO Innovation Fund sowie Project A tragen maßgeblich bei. Das Unternehmen entwickelt Bodendrohnen, im Fachjargon unbemannte Landfahrzeuge (UGV).

Durch die neuen Mittel „stärkt ARX seine Führungsrolle in modularer, KI-gesteuerter Bodenrobotik”, so eine aktuelle Aussendung.

Ihren Sitz hat die Firma in München, gegründet haben sie drei frühere Offiziere der Bundeswehr: Marc Wietfeld (Mitgründer und CEO), Maximilian Wied (Mitgründer und CFO) sowie Stefan Roebel (Mitgründer und COO). Europa resilienter zu machen, lautet das Ziel. Im Portfolio findet sich mobile Robotik, etwa ARX Mithra OS als das weltweit erste unabhängige KI-Betriebssystem für Bestandsfahrzeuge. Streitkräfte, die ihre Flotten modernisieren, sollen damit effizienter werden und ein besseres Lagebild erhalten.

„Die Nachfrage nach modularen, softwaredefinierten Verteidigungssystemen steigt rapide – und wir bauen das Unternehmen, das diese Kategorie in Europa prägen wird”, betonte Marc Wietfeld als CEO. Er fügte hinzu: „Wir verfolgen eine klare Mission: den Aufbau der nächsten Generation verteidigungstechnischer Infrastruktur durch skalierbare Robotik und Software. Wir freuen uns über das Vertrauen unserer renommierten Investoren, die diese Vision teilen und unterstützen. Diese Finanzierung ist ein wichtiger Meilenstein für ARX Robotics und Katalysator für unsere Skalierung.”

Bodendrohnen bei sechs europäischen Streitkräften

Seit 2022 gibt es ARX Robotics. In dieser Zeit stieg das Unternehmen zu einem der führenden UGV-Anbieter auf wichtigen europäischen Märkten auf – genannt werden Deutschland, die Ukraine und das Vereinigte Königreich. Im Einsatz sind die Systeme aktuell bei sechs europäischen Streitkräften.

An die ukrainische Armee lieferte ARX die größte westlich entwickelte UGV-Flotte. Kürzlich beauftragte außerdem die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) das Unternehmen mit der ersten EU-weiten Initiative für Innovation im Verteidigungssektor. Laut ARX kann die eigene Technologie mehr als 50.000 NATO-Fahrzeuge auf den neuesten Stand bringen. Weil die gesamte Lieferkette in Europa liegt, sollen kritische Technologien in europäischer Hand bleiben – ganz im Sinne von Souveränität und Resilienz.

Stimmen der Investoren

Von HV Capital kommentierte Partner Fabian Gruner: „ARX zeigt, dass Europa international wettbewerbsfähige Verteidigungstechnologie entwickeln kann – modern, KI-basiert und souverän. Der Erfolg und das Wachstum von ARX verdeutlicht   die Dringlichkeit und Stärke ihres Produkts. HV Capital ist stolz, dieses herausragende Team zu unterstützen”.

Für den NATO Innovation Fund äußerte sich Partner Chris O’Connor: „Wir sind stolz auf die enorme Entwicklung, die ARX Robotics im vergangenen Jahr gemacht hat – von der Erweiterung des Produktportfolios für Bestandsflotten über geografisches Wachstum bis hin zum Aufbau eines Weltklasse-Teams. ARX hat die größte westliche UGV-Flotte in der Ukraine im Einsatz, und wir freuen uns darauf, das Unternehmen weiterhin auf seinem Wachstumskurs innerhalb der NATO zu unterstützen”.

Nach der Series-A-Runde beginnt für ARX Robotics die nächste Wachstumsphase. Vorgesehen ist, die Fertigungskapazitäten massiv zu erweitern, die Expansion in Europa voranzutreiben und KI-gestützte Fähigkeiten für die Verteidigung weiter auszubauen. Investieren will das Unternehmen auch in führende KI-Talente aus Europa; Mithra OS soll sich zum Rückgrat autonomer Verteidigung entwickeln.

Fotocredits

© ARX
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