Bodendrohne für die US Army: American Rheinmetall Vehicles erhält Zuschlag im S-MET-Programm
Acht Prototypen im Jahr 2025, danach Vergleichstests mit einem Konkurrenzsystem: So geht es für die Bodendrohne von American Rheinmetall Vehicles und Textron Systems im S-MET-Programm der US Army weiter.

Im Vorhaben Small Multi-Purpose Equipment Transport Vehicle (S-MET) der US Army ist einer von zwei Aufträgen an American Rheinmetall Vehicles gegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Sterling Heights in Virginia liefert dafür eine Bodendrohne.
Das unbemannte Landfahrzeug (UGV, Uncrewed Ground Vehicle) soll der US Army als vielseitige und robuste Plattform dienen, die Nachschubgüter und Ausrüstung effizient durch unwegsames Gelände bringt und so Kampfeinsätze unterstützt. Führender Partner von American Rheinmetall Vehicles bei dem Vorhaben war Textron Systems.
Acht Prototypen wird American Rheinmetall Vehicles im Jahr 2025 bauen und an das US-amerikanische Heer übergeben. Dort durchlaufen sie Tests und Bewertungen, gemeinsam mit der Plattform eines anderen Unternehmens. Erst danach wählt das Heer eines der Systeme aus und leitet die Serienproduktion ein.
Bodendrohne auf Basis der Mission Master-Familie
Mit unbemannten Bodenfahrzeugen hat Rheinmetall bereits viel Entwicklungserfahrung gesammelt. Ein Beispiel ist die Mission Master-Familie: eine Reihe modularer, autonomer Plattformen für unterschiedliche Missionen, darunter Aufklärung, Überwachung, Drohnenabwehr (cUAS) und logistische Unterstützung.
Für ihre S-MET-Lösung greift American Rheinmetall Vehicles auf die Fortschritte zurück, die mit der unbemannten Technologie der Mission Master-Fahrzeuge erzielt wurden. Herauskommen soll ein UGV, das genau auf die besonderen Anforderungen des S-MET-Programms der US Army zugeschnitten ist. Verbaut sind zudem viele ausgereifte kommerzielle Komponenten, die schon im Bestand der US Army oder im kommerziellen ATV-Bereich (ATV: All Terrain Vehicle) vorkommen – das drückt die Kosten und steigert die Zuverlässigkeit. Risiken bei der elektromagnetischen Verträglichkeit mindern Verbundstruktur und verwendete Materialien.
Jim Schirmer, Senior Vice President und stellvertretender Geschäftsführer von American Rheinmetall Vehicles, sagt: „American Rheinmetall Vehicles fühlt sich durch die Entscheidung der Army geehrt und freut sich darauf, die S-MET-Plattform zu liefern, die aufgrund ihrer technologischen Exzellenz, Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit besonders attraktiv ist”.
Textron Systems als Partner
Mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung bringt Textron Systems in das Team ein – in Entwicklung, Herstellung, Einsatz und Unterstützung unbemannter Plattformen für Luft, Land und See. Für die Robotic Combat Vehicle (RCV)-Programme der Army hat das Unternehmen die ausgereiften, multimissionsfähigen Bodenroboterplattformen Ripsaw M5 und M3 entwickelt. Weil das S-MET-Fahrzeug des Teams die Steuerungsarchitektur nutzt, die Textron Systems für seine RCV-Lösungen entwickelt hat, können Bediener für beide Programme, RCV und S-MET, eine gemeinsame Schnittstelle verwenden. So sinkt der gesamte Schulungsaufwand, und die Investitionen beider Programmbüros werden bestmöglich genutzt.
Fotocredits
© RheinmetallWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

