Unbemannte Systeme im Verbund: GDELS und Alpha Robotics besiegeln MUM-T-Partnerschaft auf der Eurosatory
Unbemannte Systeme vom Eagle 6×6 aus führen: GDELS und Alpha Robotics wollen rasch einsatzreife MUM-T-Lösungen aus bewährten Produkten anbieten. Erste Anwendungen zur mobilen Drohnenbekämpfung und zur Sicherung von Truppen zeigten sie bereits in Paris.

Bemannte und unbemannte Systeme besser zusammenwirken zu lassen, ist Gegenstand einer formellen Kooperationsvereinbarung, die in Paris auf der Eurosatory unterschrieben wurde. Vertragspartner sind General Dynamics European Land Systems (GDELS), ein europäisches Systemhaus, und Alpha Robotics, ein Technologieunternehmen aus Deutschland. Gemeinsam bringen sie ihr Know-how ein, um integrierte Lösungen für bemannt-unbemanntes Teaming (Manned-Unmanned Teaming, MUM-T) zu entwickeln.
Angestrebt wird, kurzfristig einsatzreife Lösungen bereitzustellen, die auf bewährten Produkten der beiden Hersteller aufbauen.
Eagle 6×6 als Leitstand für unbemannte Systeme
Schon auf der Messe führen die beiden Unternehmen erste Einsatzmöglichkeiten ihrer gemeinsamen MUM-T-Lösungen vor, darunter die Drohnenbekämpfung in Bewegung sowie den Schutz von Kräften und Objekten. Ein Eagle 6×6 aus dem GDELS-Portfolio übernimmt dabei die Rolle der Vehicle Control Unit (VCU), also eines fahrbaren Leitstands. Von dort aus werden gleich mehrere Wolf C1/G1 – unbemannte Fahrzeuge von Alpha Robotics – sowie deren Drohnen Hawk und Hummingbird gesteuert.
Abhängig von der aufgesetzten Nutzlast transportieren diese Systeme Material, tragen Sensoren und Effektoren oder fungieren als Scheinziele. Die VCU ist als Führungssystem mit mehreren Bedienplätzen ausgestattet. Was den Eagle selbst betrifft, sollen hoher Passivschutz, unübertroffene Mobilität, eine geringe Signatur und optional erhältliche Drohnenabwehrkomponenten selbst in hochintensiven Lagen optimale Überlebensfähigkeit gewährleisten – für die Crew ebenso wie für die mitgeführte Ausstattung.
Das in Vechta ansässige Unternehmen Alpha Robotics baut teilautonome, unbemannte Roboter für Land und Luft, die bei Brandbekämpfung, Rettung und technischer Hilfeleistung eingesetzt werden, also überall dort, wo es sicherheitskritisch wird. Wolf- und Superwolf-Roboter standen schon in vielen Schadenslagen im Einsatz: bei Waldbränden, 2025 beim Großbrand im Hamburger Hafen sowie in ukrainischen Städten nach Luftangriffen. Weil die Anwender laufend Rückmeldung geben, richten sich die Systeme möglichst eng an den Anforderungen der Praxis aus.
Für Alpha-Robotics-Chef Oliver Rasche steht die gemeinsame Stoßrichtung fest:
Unsere Unternehmen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Männer und Frauen in Uniform in ihren komplexen und gefährlichen Missionen leistungsstark zu unterstützen und dabei größtmöglichen Schutz zu gewährleisten— Oliver Rasche, Alpha Robotics
In beiden Bereichen kommt es auf Mobilität und ein umfassendes Echtzeit-Lagebild an, das die Führungsfähigkeit sicherstellt. Nur so lassen sich Dynamik, Komplexität und die Geschwindigkeit moderner Einsatzszenarien mit der nötigen Klarheit und Reaktionsfähigkeit im Zusammenwirken bemannter und unbemannter Systeme beherrschen.— Oliver Rasche, Alpha Robotics
Thomas Kauffmann, Vertriebsvorstand bei GDELS, begründet die Partnerwahl so:
Wir haben uns bewusst Zeit genommen, den Markt unbemannter Systeme und seine Akteure gründlich zu prüfen. Mit Alpha Robotics haben wir einen Partner gefunden, der über mehr als ein Jahrzehnt einsatzerprobter Erfahrung verfügt und seine Kompetenz aus realen Szenarien ableitet, die militärischen Anwendungsfällen in vielerlei Hinsicht ähneln. Entscheidend war für uns insbesondere der Ansatz, nicht von einzelnen Plattformen, sondern vom vernetzten Zusammenspiel aller Systeme zu denken— Thomas Kauffmann, GDELS
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