Unbemanntes Landfahrzeug MULE: Eurobotics stellt UGV in Wien vor
Bis zu acht Räder, mehr als 250 Kilogramm Nutzlast und Steuerung auch per Satellit: Mit dem MULE zeigt Eurobotics ein unbemanntes Landfahrzeug für militärische und sicherheitsrelevante Aufgaben.

Präsentiert wurde das MULE („Esel“) auf der „DroneVation & Defence 2026” in Wien: ein unbemanntes Landfahrzeug (UGV), ausgelegt für Aufgaben im militärischen und sicherheitsrelevanten Bereich. Dahinter steht die Eurobotics GmbH, ein deutsches Technologieunternehmen, das autonome Systeme für verschiedene Operationsumgebungen entwickelt.
Gedacht ist die robuste, skalierbare Plattform vor allem für Einsätze, bei denen bemannte Fahrzeuge erhöhten Risiken ausgesetzt wären. Das UGV navigiert autonom und erkennt Hindernisse; gesteuert wird es wahlweise per Sichtverbindung (Line-of-Sight) oder über Satellitenkommunikation. So bleibt es in verschiedenen Einsatzszenarien flexibel nutzbar.
Unbemanntes Landfahrzeug mit modularem Aufbau
Selbst wiegt das MULE weniger als 200 Kilogramm, transportieren kann es aber Nutzlasten von mehr als 250 Kilogramm. Ein Fahrwerk mit bis zu acht Rädern und progressiver Federung macht es auch unter schwierigen Bedingungen sehr geländegängig. Feste Infrastruktur vor Ort braucht das System weder für den Betrieb noch für den Einsatz.

Über die modulare Bauweise lässt sich das Fahrzeug an verschiedene Missionsprofile anpassen – etwa für den Transport von Material und Versorgungsgütern oder zur Unterstützung, wenn Verwundete evakuiert werden müssen.
Über das MULE hinaus arbeitet Eurobotics an einem umfassenden Ansatz, um unbemannte Plattformen zu vernetzen. Angestrebt wird, dass autonome Systeme in verschiedenen Operationsräumen zusammenspielen: an Land, auf dem Wasser und in der Luft.
Neben Bodenfahrzeugen umfasst das Entwicklungsprogramm deshalb auch Unter- und Überwasserdrohnen, Loitering-Munition sowie Lösungen, mit denen sich Plattformen, Sensoren und Software integrieren lassen. Zentral ist dabei, verschiedene Systeme zu einem vernetzten Gesamtsystem zusammenzuführen und dieses flexibel an neue Einsatzanforderungen anzupassen.
Fotocredits
© Gábor OrbánWeiterlesen

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