Kampfdrohne Bayraktar Akinci erhält Aselsan-Gleitbombe Tolun IIR
Die Kampfdrohne Bayraktar Akinci bekommt mit der Tolun IIR von Aselsan eine weitere türkische Präzisionswaffe. Beim Testabschuss am 17. September traf sie ein Ziel in 20 Kilometern Entfernung; zugleich kündigte Baykar die stärkere Akinci C an.

Unter Leitung der Agentur für Verteidigungsindustrie treibt die Türkei die Integration neuer Munition und Systeme aus heimischer Produktion in die Kampfdrohne Bayraktar Akinci voran. Das von Baykar entwickelte unbemannte Kampfflugzeug (UCAV, Unmanned Combat Aerial Vehicle) hat nun einen Neuzugang im Portfolio: die Gleitbombe Tolun IIR, eine Entwicklung von Aselsan.
Bereits bisher konnte die Akinci eine lange Reihe von Waffen und Sensoren „Made in Türkiye” aufnehmen. Erfolgreich erprobt wurden MAM-L, MAM-L TV, MAM-T, MAM-T IIR/TV, MAM-C, Teber-81, Teber-82, LGK-81, LGK-82, HGK-82, Gökçe Guidance Kit, Gözde Guidance Kit, KGK-82-SİHA, IHA-230 Supersonic Missile, TV Seeker und Laser Seeker-Headed IHA-122 Supersonic Missile sowie Çakır Cruise Missile.



Tolun IIR: intelligente Gleitbombe für die Kampfdrohne
Hinzu kommt jetzt mit der Tolun IIR eine Gleitmunition mit GPS/INS/IIR-Lenkung und Dual-Link-Datenübertragungssystem, die sowohl feste als auch sich bewegende Ziele erfassen kann. 80 Kilometer beträgt ihre Reichweite. Für die Zielauswahl übermittelt der Suchkopf hochauflösende Videobilder an den Bediener im Kontrollzentrum. Bis zum letzten Moment bleibt die Waffe unter menschlicher Kontrolle auf ihr Ziel ausgerichtet – das sichert eine präzise Bekämpfung, bei Tag ebenso wie bei Nacht.
Den erfolgreichen Testabschuss absolvierte die von Aselsan entwickelte Tolun IIR erst am 17. September. Eine Bayraktar Akinci hob dazu mit drei Exemplaren unter dem Rumpf vom Akinci Flight Training and Test Center in Çorlu, Tekirdağ, ab und steuerte das Konya Karapınar Firing Test and Evaluation Center an. Aus 22.000 Fuß Höhe wurde die Munition dort abgefeuert. Geleitet von ihrem abbildenden Infrarot-Lenksystem (IIR), setzte die Tolun IIR einen präzisen Treffer auf einen gepanzerten Mannschaftstransporter, der 20 Kilometer entfernt war.
Mehr Triebwerksleistung für die Akinci C
Weiterentwickelt werden nicht nur Bewaffnung und Sensorik, sondern auch das Luftfahrzeug selbst. Baykar kündigte kürzlich die Akinci C an: Sie besitzt zwei Triebwerke mit je 850 PS, während die Akinci B mit zwei 750 PS- und die Akinci A mit zwei 450 PS-Motoren ausgestattet ist. Nach Darstellung von Baykar untermauere die Akinci damit ihren Ruf als eines der „effektivsten und leistungsfähigsten UCAV seiner Klasse”. Zudem habe die Akinci-Flotte nach Angaben des Unternehmens inzwischen 70.000 Flugstunden erreicht.
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