Militärdrohne Pele: General Atomics bringt Launched Effect für den MQ-9B Sky Guardian nach Paris
Eine kleine Militärdrohne, die vom MQ-9B oder vom Boden aus startet und vorausfliegt, wo es für das Trägerflugzeug zu gefährlich wird: General Atomics Aeronautical Systems zeigt auf der Paris Air Show Pele für Exportkunden.

Mit Pele hat General Atomics Aeronautical Systems auf der Paris Air Show eine neue kleine Militärdrohne vorgestellt. Das vielseitig einsetzbare Drohnensystem (Launched Effect) richtet sich an den internationalen Markt; der Hersteller aus den USA ist auf unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) spezialisiert.
Der Name geht auf die hawaiianische Vulkangöttin zurück und steht zugleich für Precision Exportable Launched Effect. Gemeint ist ein kleines, propellergetriebenes UAV mit niedrigen Kosten, das sich von einem Trägersystem wie der MQ-9B Sky Guardian ebenso starten lässt wie vom Boden aus.
Angetrieben von einem 16-PS-Motor, arbeitet das halbautonome System mit einer Spannweite von rund 3,35 Metern. Seine Aufgabe ist es, Reichweite und Sensorik größerer Plattformen auszudehnen – auch dort, wo das Einsatzumfeld komplex ist.
Nach Angaben von General Atomics wurde Pele „speziell für den Einsatz mit dem MQ-9B Sky Guardian” entworfen. An Bord befinden sich ein elektrooptisch/infrarotes (EO/IR) Sensorpaket für Video in hoher Auflösung sowie weitere modulare Nutzlasten, die im Inneren transportiert werden.
David R. Alexander, Präsident von GA-ASI, beschreibt den Nutzen so: „Pele verleiht der MQ-9B-Flotte weltweit zusätzliche Vielseitigkeit”. Und: „Ein UAV kann an einem Tag mit maximaler Ausdauerpatrouille ohne Zusatzlast fliegen – und am nächsten Tag mit mehreren Peles starten, die bei hoher Bedrohungslage vorgelagert operieren, um das Mutterschiff zu schützen.”
Wie die Militärdrohne eingesetzt wird – und was sie leistet
Als typisches Szenario nennt der Hersteller folgenden Ablauf: Aus neutralem Luftraum fliegt die MQ-9B an eine umstrittene Zone heran und setzt dort Peles ab. Diese dringen in den vom Gegner dominierten Luftraum ein, erkunden feindliche Kräfte, klären Luftabwehrsysteme auf und georeferenzieren sie präzise.
Bei einer Länge von rund 2,75 Metern startet Pele mit maximal 113 Kilogramm. Die Reichweite beträgt 500 nautische Meilen (926 Kilometer), in der Luft bleiben kann die Drohne bis zu 7 Stunden.
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